Es klingt ein wenig komisch, schließlich hat Rhein Fire bereits zwei Saisonspiele absolviert. Doch so richtig startet die Spielzeit 2025 für den zweifachen Meister der European League of Football erst jetzt. Am Sonntag bestreiten die Weinroten ihr erstes „echtes“ Heimspiel: In der Schauinsland-Reisen-Arena trifft die Mannschaft von Interimstrainer Richard Kent, der nach wie vor den aus familiären Gründen fehlenden Jim Tomsula vertritt, auf die Paris Musketeers. Spielbeginn ist um 13 Uhr.

Sergej Kendus hatte statistisch gesehen in der vergangenen Saison sogar die besseren Zahlen im Vergleich zu Glen Toonga.

Max Paatz, General Manager von Rhein Fire

Der etwas kuriose Spielplan der ELF sorgt dafür, dass es bereits in Woche 4 und in der für Fire dritten Partie zum ersten Rückspiel kommt. Denn zum Saisonauftakt hatte der Titelverteidiger aus Duisburg in Paris mit 17:15 gewonnen, vor Wochenfrist aber das in Düsseldorf ausgetragene Spiel gegen die Vienna Vikings mit 7:12 verloren. Das Problem in der Finalneuauflage gegen die Österreicher: die Offensive. Ein Laufspiel fand nur statt, wenn Quarterback Chad Jeffries den Ball selbst trug. Die Offensive Line, die dem Spielmacher Zeit und Raum für seine Spielzüge verschaffen muss, griff nicht energisch zu. Und bei der Aufholjagd zum Spielende gingen die „Snaps“, also die Anspiele zum Beginn eines Spielzugs, wiederholt schief. „Das müssen wir in den Griff bekommen“, sagt General Manager Max Paatz unter der Woche.

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Das Fehlen eines Runningback in der Qualität von Glen Toonga sah Paatz da nicht als zentrales Problem. „Sergej Kendus hatte statistisch gesehen in der vergangenen Saison sogar die besseren Zahlen im Vergleich zu Glen Toonga. Andere Clubs machen es auch vor, dass deutsche Runningbacks diese Rolle gut ausfüllen können.

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Am Sonntag öffnen sich bereits um 10 Uhr die Stadiontore zur Fire-Party. „Neben einem Bühnenprogramm mit Live-Musik, Auftritten der Pyromaniacs und den Flight Crew Cheerleadern, sowie zahlreichen Aktions- und Foodständen präsentiert sich erstmals auch der Duisburger Zoo bei Rhein Fire“, berichtet Paatz im Rahmen einer Mitteilung. „Kinder können sich auf der Fire-Party Tiergesichter schminken lassen, am Glücksrad gibt es Chancen auf Freikarten für den nächsten Zoobesuch, und interaktive Module aus der Zoo-Ausstellung können auf der Fire-Party erlebt werden.“

Alles zu Rhein Fire:

Als Motto des Spieltags haben sich die Gastgeber den Slogan „Duisburg ist echt on Fire“ auf die Fahnen geschrieben. In der Halbzeitshow präsentieren die Musical-Kids Rheinhausen ihr Repertoire aus Gospel, Pop und Musicalhits. Musikalisch wird es bereits in der Pre-Game-Show. „Hier liefern wir den Beweis, dass sich vermeintliche Gegensätze anziehen und perfekt zusammenpassen“, sagt Max Paatz. Football meets Klassik: Die Duisburger Philharmoniker und die Deutsche Oper am Rhein werden vor dem Spiel für Unterhaltung sorgen. Die französische Hymne wird Tenor Riccardo Romeo, die deutsche Hymne die Sopranistin Charlotte Langner singen.