Erst der Erfolg im Spitzenspiel in Wien, nun ein Kantersieg in Berlin. Wo steht Rhein Fire, der Meister der vergangenen beiden Jahre in der European League of Football? Die platte Antwort: erst einmal wieder gut da. Denn so richtig ist diese Frage kaum zu beantworten. Der 44:7 (7:0, 21:0, 13:7, 3:0)-Sieg gelang den Duisburgern, obwohl mit Harlan Kwofie ein Receiver verletzt passen musste und mit Rory Starkey ein weiterer Passempfänger früh im Spiel ausschied. Dass war insofern nicht spielentscheidend, weil zum einen von Berlin kaum etwas kam und Rhein Fire zum anderen vornehmlich auf das Laufspiel setzte. Das zeigt auch die Spielstatistik: Mit 90:63 sind die Passing Yards gar nicht so herausragend, die 299:54 Rushing Yards dagegen schon.

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„Es könnte sich in der kommenden Woche etwas tun“, sagte Gesellschafter Martin Wagner bereits vor dem Wochenende auf die Frage, ob sich der Kader personell noch verändern könnte. Neben der Defensive Line haben die Macher von Rhein Fire vor allem die Position der Wide Receiver als verbesserungswürdig ausgemacht. Zwar legte Rory Starkey einen sehr beachtlichen Punt-Return über 80 Yards zur 6:0-Führung hin, aber in seinem eigentlichen Job, dem Pässefangen, scheint die Abstimmung mit Quarterback Chad Jeffries zu haken. Dann wurde es bitter für ihn: Im zweiten Viertel verlor er den Ball bei einem Catch in der Endzone nicht nur im letzten Moment, er stürzte dabei auch in die Sandgrube des Berliner Preußenstadions und schien sich dabei am Fuß verletzt zu haben. Danach war das Spiel für ihn gelaufen.

Alles zu Rhein Fire:

Dass von Berlin in der Offensive kaum etwas kam – bis weit ins dritte Viertel war das Ganze ein „Punt-Festival“ der Gastgeber – lag auch daran, dass der eigentliche Quarterback Jakeb Sullivan nicht spielte und stattdessen Ferras El-Hendi als Spielmacher agierte. Da spielte es auch keine Rolle, dass die Gäste drei Minuten vor Ende des ersten Viertels auf ein Field Goal verzichteten, einen vierten Versuch ausspielten und dabei scheiterten. Rhein Fire setzte bereits im dritten Viertel Backup-Quarterback Rohat Dagdelen ein; insgesamt sechs Spieler beteiligten sich am Laufspiel, wobei hier freilich Jonathan Scott (154 Yards) und Sergej Kendus (74) herausragten.

Weiter geht es am Samstag, 5. Juli, um 18 Uhr in Innsbruck gegen die Raiders Tirol.

Die Statistik:

Touchdowns: Clemens Schuldt, Jonathan Scott (je 2), Rory Starkey, Onuora Joseman.

Field Goal: Maximilian Eisenhut.

Extrapunkte: Eritros Haggi (3), Maximilian Eisenhut (2).