Es war nicht das schlechteste Spiel, das die Duisburg Ducks jemals gemacht haben. Das fand am 19. August 2017 statt und endete mit einer 0:12-Heimniederlage gegen die Miners Oberhausen. Doch das aktuelle 3:12 (1:6, 2:3, 0:3) gegen den HC Köln-West im Kellerduell des Achten gegen den Neunten der Skaterhockey-Bundesliga, die beide erschütternderweise vor der Partie noch punktgleich waren, kommt recht bald nach jenem Oberhausen-Desaster. Gerade das erste Drittel war – ja, was eigentlich? Eine Frechheit? Das reicht nicht. Ganz schlimm? Reicht auch nicht. Das hatte schlicht und ergreifend mit organisiertem Sport verflixt wenig zu tun.

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Wenn die personelle Lage es nötig macht, dass mit Maxi Schulz ein 15-jähriger Nachwuchsgoalie zwischen die Pfosten muss, dann ist von erwachsenen Sportlern zu erwarten, dass sie sich zerreißen, um es dem jungen Mann so einfach wie möglich machen. Doch das Gegenteil war der Fall. Schon nach 52 Sekunden stand ein Kölner völlig blank vor Maxi Schulz und brachte die Gäste in Führung. Die Vorgaben des Trainers wurden entweder nicht verstanden oder ignoriert, denn es drängte sich der Eindruck auf, dass da vier Einzelsportler über den Platz fuhren und völlig verblüfft waren, dass da noch drei andere im gleichen Outfit unterwegs waren.

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Kennen Sie den berühmte Ausraster von Thomas Tuchel, als er als Trainer von Mainz 05 seinen Spieler Shawn Parker fragte: „Nach welchen Ideen spielst du hier? Du machst nur, was du willst. Es ist kein einziger Ball dabei für unser Spiel. Hier noch ‘n Trick, da noch ‘n Trick und da noch ‘ne Idee. Und keine einzige klappt davon!“ Genau das hätte das Trainergespann Dennis Weidenbach und Sascha Schulz den Ducks an den Kopf werfen können. Schulz sagte hinterher: „Man kommt doch zu einem Spiel, um Spaß zu haben, um sich reinzuhängen.“ Das war an diesem Samstagabend leider Wunschdenken.

Tore: Nick Pothmann, Sebastian Schröder, Nick Bachor.