Katharina Wehr musste sich sputen. Eile war für die Läuferin des ASV Duisburg nicht nur bei der Mission, den Targobank-Run zum siebten Mal zu gewinnen, geboten, sondern sie musste auch Tempo machen, um rechtzeitig an der Startlinie zu stehen. Die Mitarbeiterin von „Laufsport Bunert“ hatte am Mittwoch „Ladendienst“ und schloss um 18 Uhr das Geschäft in Neudorf ab. Die 29-Jährige gewann auch das Rennen vor dem Rennen – „Deswegen war ich etwas angespannter als sonst“ – und traf rechtzeitig auf dem Opernplatz in der City ein. In 17:47 Minuten siegte sie dann auch im Hauptlauf über 5,2 Kilometer.
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Die Duisburger Sportlerin des Jahres aus 2024 hätte sich beim Start sogar eine kleine Verspätung erlauben können, sie hatte am Ende gut zwei Minuten Vorsprung vor der Zweitplatzierten Doris Kluge-Schöpp (Salamon Zimmermann Reinigungstechnik, 19:50 Minuten.) Dritte wurde Liv Schwarzer (Laufsport Bunert Duisburg-Moers). Katharina Wehr benötigte somit keinen Schlussspurt, um den Sieg feiern zu können.
Sonst war es eine Hitzeschlacht, jetzt war es ein Pfützentanz.
Katharina Wehr, Siegerin
6000 Läuferinnen und Läufer mussten beim Start der 18. Auflage des größten Betriebssport-Events der Stadt einen kurzen aber umso heftigeren Wolkenbruch über sich ergehen lassen. Der Himmel über Duisburg hatte sich verfinstert, es donnerte, und dann ging der Schauer nieder. Die Musik, die die Firmenläufer beflügeln sollte, fiel aufgrund des Unwetters aus. „Sonst war es eine Hitzeschlacht, jetzt war es ein Pfützentanz“, brachte es Katharina Wehr später auf den Punkt. Immerhin: Kurz nach dem Start hörte der Regen auf.

Bei den Männern gab es einen Schlussspurt, am Ende hatte der Franzose Raphaël Leymarie die Nase vorn. Der Mann aus Paris siegte in 16:27 Minuten vor Christian Kaatz von der BSG Stadtwerke Duisburg (16:31) und Jan Neuens von Laufsport Bunert. Der 23-Jährige ist derzeit als Praktikant bei der Targobank in Duisburg tätig und machte seinem Arbeitgeber ein besonderes Geschenk. Zum ersten Mal stellte der Ausrichter einen Sieger beim eigenen Lauf. Christian Kaatz nimmt allmählich die Rolle des „ewigen Zweiten“ an. Zum dritten Mal in Folge musste sich der Stadtwerke-Mann mit „Silber“ begnügen. Sieger Leymarie freute sich „über ein starkes Rennen“, das aufgrund des Regens aber härter als gedacht gewesen sei.

266 Unternehmen waren beim Firmenlauf mit von der Partie. Das größte Team stellte die Stadt Duisburg mit 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch der Chef war dabei. Erst feuerte Oberbürgermeister Sören Link gemeinsam mit Isabelle Chevelard, CEO der Targobank Deutschland, den Startschuss ab, dann ging der 49-Jährige selbst auf die Piste. Link, der im Vorfeld eine Trainingseinheit mit Laufurgestein Jörg Bunert absolviert hatte, erreichte nach 33:33 Minuten das Ziel vor dem Stadttheater.
Auch der MSV Duisburg war beim Firmenlauf in orangenen Trikots vertreten. Unter anderem gehörten Marketingchef Christian Koke, Pressesprecher Martin Haltermann und Vereinsfotograf Nico Herbertz dem achtköpfigen Team an. Schnellstes Zebra war Carsten Plawky, der das Ziel nach 21:33 Minuten erreichte.

30.000 Euro aus den Startgeldern flossen auch diesmal wieder an den guten Zweck. Die „laufenden Einnahmen“ liegen seit der Premiere im Jahr 2005 nun bei 738.500 Euro. Jeweils 10.000 Euro gingen diesmal an das Friedensdorf Oberhausen, an das Malteser-Hospiz St. Raphael in Duisburg und an den Zoo Duisburg. Das Friedendorf nahm nicht nur Geld mit, sondern auch einen Pokal. Acht Kids beteiligten sich am Bambinilauf über 400 Meter. Der sechsjährige Abdullah Naseri gewann das Rennen und nahm stolz auf der Bühne die Trophäe entgegen.




