Jeder kann einen schlechten Tag haben. Die Füchse hatten ihn schon, Gegner des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg ebenfalls. Dieses Mal waren es die Schiedsrichter, die komplett neben den Schlittschuhen standen und zumindest beim 0:1 eine Spur zu viel Einfluss auf das Spielgeschehen nahmen. Letztlich machten die Hausherren ein ordentliches Spiel, holten schließlich bei der 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung einen Zähler gegen die Icefighters Leipzig.

„Das war ein enges Spiel. Die Jungs haben das gut gemacht, ich kann überhaupt nichts Negatives sagen“, erklärte Füchse-Trainer Frank Petrozza, der sich aber über die Unparteiischen, sagen wir einmal, verwundert zeigte. „Jede Woche wird etwas anderes gepfiffen. Und im Spiel wird eine Sache auf einer Seite so, auf der anderen Seiten so entschieden. Da gibt es einen hohen Stock mit Blut und man sagt mir, dass wir selbst schuld sind. Ich verstehe so etwas nicht, aber vielleicht verstehen sie mich ja auch nicht.“
Ich verstehe so etwas nicht, aber vielleicht verstehen sie mich ja auch nicht.“
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg, über die Leistung der Schiedsrichter
Was die Füchse und ihre Fans nicht zu Unrecht auf die Palme brachte, mündete in den Rückstand drei Sekunden vor der ersten Drittelpause. Noah Münzenberger bekam eine „Kann-man-geben-Strafe“. Nicklas Mannes, mit dem „C“ des Kapitäns ausgestattet, fragte bei den Unparteiischen nach, warum so entschieden wurde. Kurze Zeit später saß er ebenfalls draußen. Die daraus entstandene doppelte Überzahl nutzte Fredrik Alasaari zum Leipziger Führungstreffer. Bitter für den EVD: Nur wenige Minuten vorher hätte es nach einem Foul an Adam Zoweil eine Strafzeit gegen die Gäste geben müssen, die aber ganz offenbar deswegen nicht ausgesprochen wurde, weil die beiden Unparteiischen die Szene aufgrund eines nicht gerade optimalen Stellungsspiels gar nicht gesehen hatten. Auch eine klare Behinderung gegen Michael Fomin blieb in der Schlussphase des ersten Abschnitts ungeahndet. Als dann Leipzigs Lukas Vantuch nach der Drittelsirene nachschlug, gab es Strafen auf beiden Seiten. Und ein hoher Stock im zweiten Drittel gegen EVD-Stürmer Sandis Zolmanis erschien dem Duo ebenfalls nicht strafwürdig.
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Die Füchse schüttelten diese Szenen aber ab und übernahmen nach einigen Minuten im zweiten Drittel das Kommando. Allerdings hatten die Hausherren wenig Glück, beispielsweise als Füchse-Stürmer Adam Kiedewicz mit einem Alleingang am starken Leipziger Goalie Konstantin Kessler scheiterte (23.). Die Füchse klappten aber nun das Visier runter, flankiert von den Fans, die ihr Team immer weiter vorantrieben. Als Martin Schymainski den Puck 71 Sekunden vor der zweiten Pause zum Ausgleich ins Leipziger Tor hineingearbeitet hatte, war der Jubelschrei der EVD-Anhänger umso lauter.
Chancen, das Spiel zu entscheiden, gab es im Schlussabschnitt für beide Mannschaften. In der 44. Minute hielt Füchse-Torhüter Leon Willerscheid das Unentschieden fest, als er einen Alleingang des Leipzigers Tim Detig parierte. Vier Minuten später hätte beinahe Martin Schymainski von einem Patzer der Leipziger Defensive profitiert; er musste sich einmal um 180 Grad drehen, scheiterte dann bei seinem Abschluss aber denkbar knapp. Besser wurden die Schiedsrichter allerdings auch im Schlussabschnitt nicht. Nach einem Crosscheck ins Gesicht von Luis Üffing gab es nicht etwa eine große Strafe gegen die Icefighters, sondern zwei Minuten – gegen beide, einschließlich des gefoulten EVD-Angreifers. Die Entscheidung fiel schließlich in der Overtime: Fredrik Alasaari erzielte den Siegtreffer für die Gäste (64.).
Am Dienstag spielt der EVD um 20 Uhr beim Herforder EV.
Die Statistik:
Tore: 0:1 (19:57) Alasaari (Hejcman, Volkmann/5-3), 1:1 (38:49) Schymainski (Schitz, Fomin), 1:2 (63:09) Alasaari (Aronsson, Vantuch).
Strafen: Duisburg 10, Leipzig 10.
Zuschauer: 1108.



