Nur ein echtes Training konnte der aktuelle Neuzugang der Duisburger Eishockey-Füchse, Philippe Sanche, mitmachen. Zum Einsatz beim Oberliga-Heimspiel am Freitag um 19.30 Uhr in der Alleato Arena gegen die Hannover Indians kommt der Kanadier gleichwohl. „Wenn alles mit der Freigabe klappt“, schränkt Trainer Frank Petrozza ein. Der Stürmer, der direkt aus Nordamerika kommt, soll sich so schnell wie möglich an die neue Liga gewöhnen. Gleich am Sonntag um 18.30 Uhr steht ein Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um Platz fünf bei den Eisbären aus Hamm auf dem Programm.
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Eine weitere Einschränkung macht der Coach: „Philippe muss nicht alles können. Wir haben ihn geholt, damit frischer Wind in unseren Angriff kommt.“ Das soll heißen: Der 30-Jährige muss die Spiele nicht allein gewinnen. Besser treffen als Egils Kalns sollte er aber schon. Der Lette, weiterhin unter Vertrag bei den Füchsen, spielt in den Planungen des Coaches keine Rolle mehr. Unter anderem deshalb, weil er einfach zu selten getroffen hat. Auf die Frage, ob Sanche nun Ersatz von Kalns oder für den Langzeitverletzten Klavs Planics ist, sagt der Coach: „Unser Neuzugang ersetzt niemanden. Wir haben einen Importspieler mehr im Kader.“
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Was ein bisschen kryptisch klingt, übersetzt sich so: Planics steht seit Wochen aufgrund seiner Muskelverletzung nicht zur Verfügung. Ein MRT soll jetzt Klarheit bringen, ob es für den Letten die Saison überhaupt weitergeht. Egils Kalns erfüllte mit zwölf Toren in 30 Partien nicht die Erwartungen an einen Unterschiedsspieler. Beide Stürmer spielten und spielen in Petrozzas Planungen keine Rolle mehr. Der Coach hat unabhängig von diesen beiden Personalien eine Fachkraft mehr im Kader.
Joly als Trainer gefeuert
Die wird nun auch gebraucht. Die erste Saisonphase nähert sich der Zielgeraden, und die Füchse wollen Platz fünf verteidigen. Der berechtigt zur Teilnahme an der Bestengruppe und sichert frühzeitig einen Platz in den Play-offs. Direkt an diesem Wochenende werden Weichen gestellt: Am Freitag schaut der Tabellendritte Hannover Indians vorbei. In den ersten drei Spielen gegen die nach indigenen Bewohnern Nordamerikas benannten Niedersachsen gab es drei Niederlagen. Zeit für eine Trendwende. Der Gegner aber ist motiviert. Die Indians haben in dieser Woche Trainer Raphael Joly gefeuert. Die Übergangscoaches Igor Bacek und Greg Thomson wollen zeigen, dass sie es besser können.
Am Sonntag könnte der EVD mit einem Sieg die Eisbären aus Hamm auf Distanz halten. Das Team auf Platz sechs hat derzeit drei Punkte Rückstand auf den EVD. Über die Partie will der Coach aber nicht sprechen: „Wir schauen nur auf Hannover und nicht auf die Tabelle.“ Der Trainer folgt dem alten Motto: Ein Fuchs hat sieben Gänse gegessen. Wie ging das? Der Fuchs fraß eine nach der anderen. Die sieben Gänse vor dem Cut am 30. Januar kommen aus Hannover (Indians & Scorpions), Hamm, Erfurt, Tilburg, Rostock und Halle. Von den sieben Gegnern rangieren fünf unter den Top Sechs der Tabelle. Mithin: muntere Gänse und keine lahmen Enten.
Zur Personalplanung: Der EVD hat mit Sanche zehn Stürmer und sechs Verteidiger im Aufgebot. Förderlizenzspieler aus Köln kommen dieses Mal nicht. Die knappe Besetzung schreckt den Coach jedoch nicht. „Meine Mannschaft hat ein großes Herz, sonst stünden wir nicht da, wo wir stehen.“
kew




