Die Icefighters Leipzig verlieren mit 1:5 bei den Hannover Scorpions, die Hammer Eisbären mit 2:3 bei den Hannover Indians – umso wichtiger, dass sich die Füchse alle drei Punkte in den Mannschaftsbus packen konnten. Der EV Duisburg gewinnt sein Auswärtsspiel am Freitagabend bei den Black Dragons Erfurt mit 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) und holt damit erneut einen sehr wichtigen Sieg im Kampf um Rang fünf und die damit verbundene Qualifikation für die obere Zwischenrunde in der Eishockey-Oberliga Nord. Die Füchse haben als nun Tabellenvierter neun Punkte Vorsprung auf Leipzig, das allerdings noch fünfmal ran darf, während für den EVD noch vier Spiele bis zum „Cut“ anstehen.
Im zweiten Drittel haben wir dann aber sehr gut gespielt, hatten nach dem Ausgleich das Momentum auf unserer Seite und sind dann verdient in Führung gegangen.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
„Das war ein sehr enges Spiel“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Ein kleiner Fehler sorgte dann für das 0:1. Im zweiten Drittel haben wir dann aber sehr gut gespielt, hatten nach dem Ausgleich das Momentum auf unserer Seite und sind dann verdient in Führung gegangen. Das Schlussdrittel war dann Kampf auf beiden Seiten.“
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Michael Fomin nahm es nach dem ersten Drittel ruhig und gefasst. „So etwas passiert im Eishockey“, sagte der Füchse-Stürmer. Was er meinte: Der EVD war im ersten Drittel die klar tonangebende Mannschaft, lag aber zur Pause mit 0:1 hinten, weil die Gastgeber einen Konter knapp zwei Minuten vor Ende des Abschnitts durch Maurice Keil zur Führung nutzten. Der EVD hatte deutlich längere Puckbesitzphasen, doch Erfurt verteidigte ordentlich. „Irgendwie hat das Spiel auch sehr langsam begonnen“, meinte Fomin.
Als Neu-Fuchs Philippe Sanche zur Spielmitte den 1:1-Ausgleich erzielte, war dieser längst hochverdient. Der EVD machte ordentlich Druck, hatte zahlreiche Chancen durch Nardo Nagtzaam, Philippe Sanche, Bence Farkas und Martin Schymainski, ehe es dann doch klingelte: Luis Üffing nahm Erfurts starkem Goalie Patrick Glatzel die Sicht, sodass Sanche zwei Schritte machen und einnetzen konnte. Die Füchse blieben in dieser Phase am Drücker und trafen im Nachschuss durch Adam Kiedewicz zum 2:1. „Die Führung war für Duisburg zu diesem Zeitpunkt verdient, aber am Ende wäre auch ein Punkt für uns verdient gewesen“, sagte Black-Dragons-Trainer Sebastian Wolsch.
Tatsächlich machte Erfurt viel Druck. Ein wenig Glück und der aufmerksame Pascal Grosse verhinderten nach rund 52 Minuten den Ausgleich für die Gastgeber, als der Füchse-Verteidiger den einschussbereiten Joe Kiss im richtigen Moment beim Abschluss störte. Kurz danach begann auch schon die Erfurter Schlussoffensive, die die Duisburger aber konzentriert verteidigten. 67 Sekunden vor dem Ende musste Michél Ackers zwar auf die Strafbank, aber 21 Sekunden vor dem Ende traf Sandis Zolmanis ins leere Tor der Gastgeber zum 3:1-Endstand.
Am Sonntag sind die Füchse nun spielfrei; am Dienstag (19.30 Uhr) sind die Tilburg Trappers an der Wedau zu Gast. Sollte der EVD auch dieses Spiel gewinnen, wäre ein großer Schritt in Richtung obere Zwischenrunde und damit zur vorzeitigen Play-off-Qualifikation getan.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (18:08) Keil (Denner, Gerstung), 1:1 (30:15) Sanche (Zolmanis, Grosse/5-4), 1:2 (36:13) Kiedewicz (Virch, Nagtzaam), 1:3 (59:41) Zolmanis (Üffing, Virch/4-6).
Strafen: Erfurt 10, Duisburg 10.
Zuschauer: 1040.



