Was für ein Abend für die Füchse! „Ich denke, die Fans haben ein richtig gutes Eishockeyspiel gesehen“, strahlte Trainer Frank Petrozza. Und nicht nur das. Der EV Duisburg besiegte die Tilburg Trappers mit 6:3 (1:0, 2:1, 3:2), verbuchte damit den dritten Saisonerfolg gegen das Spitzenteam aus den Niederlanden und hat die obere Zwischenrunde der besten Fünf in der Oberliga Nord so gut wie erreicht. Die Icefighters Leipzig, der einzig verbliebene Verfolger, verloren auswärts in Rostock, sodass der EVD bei nun neun Punkten Vorsprung formal nur noch einen Zähler aus drei Spielen braucht, um mathematisch das Play-off-Ticket vorzeitig sicher zu haben.

Oberliga: Füchse Duisburg - Tilburg Trappers
EVD-Trainer Frank Petrozza durfte sich über eine starke Leistung seines Teams freuen.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

„Das waren heute zwei sehr starke Mannschaften“, sagte Frank Petrozza. „Tilburg ist eine Top-Mannschaft, die Erster werden will. Und wir sind eine Top-Mannschaft, die in die obere Runde will.“ Der Coach lobte den Einsatz des Teams. „Für mich war das schnelle 3:1 als Antwort auf den Gegentreffer einer der Schlüssel in diesem Spiel.“ Die Trappers haben nun drei von vier Spielen gegen den EVD verloren. „Die Füchse spielen stark in der Defensive, werden nun auch besser im Powerplay. Und Leon Willerscheid hat mehr als einmal sehr stark gegen uns gehalten“, erklärte Tilburgs Trainer Danny Albrecht.

Tilburg ist eine Top-Mannschaft, die Erster werden will. Und wir sind eine Top-Mannschaft, die in die obere Runde will.

Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg

Die Füchse hatten von Beginn an das Kommando in diesem Spiel übernommen. Die Chancen waren von Beginn an da. Bence Farkas war schon nach weniger als zwei Minuten ganz nah dran an der Führung. Zwei Minuten später hätte es sogar bereits klingeln müssen, als Martin Schymainski auf der linken Seite das praktisch leere Tor vor sich hatte. Eine aus dem Englischen kommende Eishockey-Redewendung lautet in solchen Fällen: Diese Chance hätte er gerne zurück. Und er bekam sie zurück. Denn nach einer Viertelstunde stand „Schimmi“ genau an der gleichen Stelle – und drückte den Rebound diesmal zur Führung über die Linie. Zuvor wurde es hart – und auch gleich wieder versöhnlich. EVD-Verteidiger Erek Virch und Trappers-Spieler Mike Dalhuisen gerieten auf dem Eis aneinander. Als der Niederländer auf der Strafbank bemerkte, dass sich der Duisburger Defensivspieler einen Cut zugezogen hatte, lief er zu ihm und klatschte mit ihm ab.

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Die Füchse blieben auch nach der ersten Pause in der Vorwärtsbewegung. Schon nach 18 Sekunden hatte Philippe Sanche das 2:0 für den EVD auf dem Schläger. Kurze Zeit später sorgte dann Duisburgs Niederländer gegen die Niederländer für diesen Spielstand. Nardo Nagtzaam war ebenfalls in Überzahl erfolgreich (25.). Gleich zwei Powerplay-Tore? Das klang fast schon zu gut, um wahr zu sein. Und tatsächlich verkürzten die Trappers – als der EVD in Überzahl spielte. Sandis Zolmanis verlor die Scheibe in der offensiven Zone, den anschließenden Konter schloss Tilburgs Topscorer Phil Marinaccio zum 1:2-Anschluss ab (32.). Ob auch „Sancho“ Zolmanis dieses Situation „zurück haben“ wollte? Er holte sie sich einfach zurück und traf keine zwei Minuten später in den kurzen Winkel zum 3:1 (34.). Danach kamen die Gäste etwas besser in die Partie, auch weil die Füchse sich nun Strafen einhandelten.

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Das letzte Drittel? Das war Kampf und Leidenschaft pur! Je länger der Abschnitt dauerte, desto mehr erhöhten die Niederländer den Druck auf das Duisburger Tor und waren dabei auch erfolgreich. Nachdem der EVD zwei Powerplays nicht in Tore umsetzen konnte, verkürzte Matt McLeod auf 2:3 (52.). Das Starke an der Füchse-Leistung: Kein Duisburger verlor nun den Kopf, jeder arbeitete, jeder blockte Schüsse.

Die Statistik

Tore: 1:0 (14:56) Schymainski (Schitz, Mannes/5-4), 2:0 (24:16) Nagtzaam (Sanche/5-4), 2:1 (31:25) Marinaccio (Stempher, Dalhuisen/4-5), 3:1 (33:17) Zolmanis (Üffing, Sanche), 3:2 (51:03) McLeod (Vogelaar, Dalhuisen), 4:2 (55:42) Fomin (Schitz, Schymainski), 4:3 (57:04) Dalhuisen (Roth/6-5), 5:3 (57:36) Fomin (ENG), 6:3 (58:49) Sanche (Üffing/ENG).

Strafen: Duisburg 6 + 5 (Virch), Tilburg 12 + 5 (Dalhuisen).

Zuschauer: 1036.

Als Michael Fomin gut vier Minuten vor dem Ende einen Alleingang eiskalt zum 4:2 verwandelte, schien die Partie entschieden zu sein. Doch über drei Minuten vor dem Ende nahm Trappers-Trainer Danny Albrecht seinen Goalie Cedrick Andree vom Eis und tatsächlich verkürzte Mike Dalhuisen auf 3:4 (58.). Doch nur eine halbe Minute später traf Michael Fomin erneut – aus der Drehung, aus dem eigenen Drittel, aus 50 Metern Entfernung ins leere Tilburger Tor. Philippe Sanche packte schließlich den Deckel oben drauf.