Die Füchse haben es geschafft! Unabhängig davon, ob Leipzig noch drei Punkte abgezogen bekommt oder nicht holte der Eishockey-Oberligist EV Duisburg nicht „nur“ einfach den noch fehlenden Punkt, der zur sicheren Qualifikation für die obere Zwischenrunde und die damit bereits erreichten Play-offs genügt hätte, sondern gewannen bei den starken Rostock Piranhas, die am Dienstag noch Leipzig mit 5:1 besiegt hatten, mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0). Damit gewann der EVD nun schon zum sechsten Mal in Folge und freut sich nun auf das Spitzenspiel daheim gegen die Hannover Scorpions am Sonntag. Bully ist um 18.30 Uhr.
Ein Kompliment an meine Mannschaft, dass wir nun die obere Runde erreicht haben.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
„Zu Beginn war ich nicht zufrieden, aber ab der zehnten Minute haben wir zu unserem Spiel gefunden. Das zweite Drittel gehörte Rostock, aber unser Torhüter Leon Willerscheid hat heute überragend gehalten und uns im Spiel gehalten. Nach unserem 2:1 war das ein großer Kampf. Ein Kompliment an meine Mannschaft, dass wir nun die obere Runde erreicht haben.“

Die Aufgabe an der Ostseeküste war erwartet schwer. Schließlich hatte der REC erst zuletzt den EVD-Verfolger aus Leipzig mit 5:1 nach Hause geschickt. Das Schussverhältnis sprach im ersten Drittel zwar mit 16:11 für die Füchse, dennoch waren die Hausherren brandgefährlich. Schon nach etwas mehr als fünf Minuten lag Rostock vorne, nachdem Manuel Nix im Nachstochern getroffen hatte. Der EVD fand aber in die Partie und kam sehenswert zum Ausgleich: Philippe Sanche schnappte sich die Scheibe im Angriffsdrittel, sah den im Slot völlig freistehenden Luis Üffing, der die Scheibe locker zum 1:1 im Netz unterbrachte (15.). Wie wichtig Torhüter Leon Willerscheid für die Duisburger ist, bewies der junge Mann einmal mehr in der 17. Minute: Nach einem Puckverlust im Powerplay lief REC-Stürmer Michael Burns alleine aufs Duisburger Tor zu; sein Mitspieler Kilian Steinmann versuchte, den Puck auch noch über die Linie zu schubsen, ehe er von Michael Fomin abgeräumt wurde. Rostock jubelte, doch die Unparteiischen breiteten die Arme aus und blieben auch nach dem Videobeweis bei der Entscheidung: kein Tor! Irgendwie hatte es Willerscheid geschafft, den Puck vor der Linie zu halten. Kurz darauf dann auch Glück für Rostock, als Philippe Sanche aus aussichtsreicher Position nicht traf.
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Der zweite Abschnitt ging dann aber klar an die Piranhas – allerdings nur optisch. 20:8 lautete das Torschussverhältnis für den REC. Doch die Füchse verteidigten, auch in Unterzahl, ruhig und konzentriert und schlugen im richtigen Moment zu: Martin Schymainski eroberte die Scheibe, legte auf Michael Fomin ab. Dessen Schuss konnte Piranhas-Goalie Sebastian Albrecht nur abprallen lassen, sodass Edwin Schitz den Rebound zum 2:1 für den EVD verwandelte (30.). In den letzten sieben Minuten des Abschnitts häuften sich die Strafen gegen Duisburg, sodass die Gäste mit zwei Minuten Unterzahl in den letzten Abschnitt gehen mussten.
Das letzte Drittel war einmal mehr pure Leidenschaft. Die Füchse verteidigten ihre Führung, verpassten in der Schlussphase einige Male den letzten Punch, ehe es eine halbe Minute vor dem Ende im Gewühl vor dem Tor noch einmal brenzlig wurde. Danach nahmen die Piranhas ihren Torhüter vom Eis, doch nur Sekunden später fing Luis Üffing einen Pass ab und entschied die Partie mit einem Schuss ins leere Rostock Netz.
Leipzig verliert Punkte
Wie bereits erwartet, hat der Deutsche Eishockey-Bund den Icefighters Leipzig den 8:5-Sieg vom 14. Dezember gegen die Hannover Scorpions aberkannt und das Spiel mit 5:0 für die Wedemärker gewertet. Die Sachsen hatten den Spieler Aleksej Abramov eingesetzt, obwohl er nach zwei Fünfminutenstrafen wegen Fightings automatisch gesperrt war. Aus unbekannten Gründen war der Fehler dem DEB bis vor wenigen Tagen nicht aufgefallen. Erst Recherchen zum Stand von Strafen und möglichen Sperren hatten zufällig dazu geführt, dass der Fehler bemerkt worden war. Sowohl die Füchse als auch die Saale Bulls Halle hatten aber mit ihren Siegen am Freitag vorab sportlich die obere Zwischenrunde erreicht, bevor der DEB die Spielwertung vorgenommen hatte.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (5:25) Nix (Hannon, Burns), 1:1 (14:50) Üffing (Sanche), 1:2 (29:56) Schitz (Fomin, Schymainski), 1:3 (59:51) Üffing (Sanche, Zolmanis/ENG).
Strafen: Rostock 8 + 5 (Hannon), Duisburg 8 + 5 (Grosse).
Zuschauer: 1520.



