Martin Schymainski stand auf dem Mittelpunkt der Eisfläche. Auf der neuen Anzeigetafel wurde ein Video mit vielen Grußbotschaften eingespielt. Emotional wurde er dann aber, als er dort oben seine Frau und Kinder sah: „Lass dich feiern! Wir lieben dich“, sagte seine Ehefrau Nancy, während sowohl die Füchse als auch die Tilburg Trappers Spalier standen. Die Würdigung für den gebürtigen Duisburger, der so lange für die Krefeld Pinguine in der DEL gespielt hatte, war würdig und recht. Am Sonntag bestritt er zum Auftakt der Zwischenrunde in der Eishockey-Oberliga Nord sein 1100. Profispiel. „Danke, dass wir ein Teil deiner großen Karriere sein dürfen“, sagte Füchse-Geschäftsführer Tom Södler, der dem Routinier des EV Duisburg, der 2005 mit den Füchsen in die Deutsche Eishockey-Liga aufgestiegen war, in seinem 22. Profijahr ein Trikot mit der „1100“ übergab.

Und manchmal sind die Geschichten im Sport wie gemalt. Zwar gingen die Tilburg Trappers schon früh im Spiel in Führung, den ersten Duisburger Treffer der Partie erzielte aber der Jubilar. Letztlich leitete „Schymmi“ damit den 6:3 (3:1, 2:2, 1:0)-Sieg seiner Mannschaft ein. „Erst einmal Glückwunsch an Schymmi. Nicht viele Spieler haben die Chance, derart viele Spiele zu machen“, sagte Füchse-Trainer Frank Petrozza. „Es ging heute um Kleinigkeiten. Aber Mannschaften, die Mannschaften sind, machen diese Kleinigkeiten richtig. Wir haben gegen eine starke Mannschaft über weite Strecken dominiert.“

Nicht viele Spieler haben die Chance, derart viele Spiele zu machen.

Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg

„Schymmi“ hatte die Füchse mit seinem Treffer in die Spur gebracht. Nur 59 Sekunden später traf Philippe Sanche aus dem Gewühl vor dem Tor zur 2:1-Führung (11.). Und wieder nur drei Minuten später hielt Verteidiger Michél Ackers einfach mal von der blauen Linie drauf und traf zum 3:1. Beinahe hätte es Martin Schymainski noch im ersten Drittel so richtig deutlich gemacht, doch er scheiterte bei einem Alleingang in Unterzahl an Trappers-Goalie Cedrick Andree. Der zweite Abschnitt war erst 25 Sekunden alt, da stand es dann doch 4:1, weil Luis Üffing einen Abpraller ausnutzte. Die Füchse kontrollierten über weite Strecken die Partie, dennoch kam Tilburg durch Max Hermens zum 2:4. Pascal Grosse stellte eine Minute den Abstand wieder her.

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Bereits siebeneinhalb Minuten vor Drittelende schickten die Unparteiischen die Mannschaften zur Pause in die Kabine. Der Grund: Bei einem Zweikampf wurde das Tilburger Tor von hinten gekippt. Dabei brach erneut eine Torverankerung. Die Eismeister hatten mit der Reparatur nach einem ähnlichen Vorfall in der Partie gegen die Hannover Scorpions aber schon Routine und waren mit den Arbeiten zügig fertig. Nach der frühen Pause kamen die Niederländer besser aus der Kabine und verkürzten zwei Minuten später auf 3:5 (35.). Max Hermens traf direkt nach einem Bully, ähnlich hatte es Kilian van Gorp schon nach zwei Minuten bei der Trappers-Führung gemacht. Nach 40 Minuten wurden wie in solchen Fällen üblich die Seiten gewechselt, ehe es sofort weiterging.

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Als der letzte Abschnitt dann auch offiziell begonnen hatte, wurde es kniffelig. Denn 30 Sekunden lang musste der EVD eine doppelte Unterzahl überstehen. Doch mit dem bekannt starken Penaltykilling brachte die Füchse das Ganze über die Zeit. Die Trappers machten Druck – doch im richtigen Moment schlugen die Hausherren zu. Bei viel Verkehr vor Tilburgs Goalie Ruud Leeuwesteijn, der in der 33. Minute für Cedrick Andree ins Spiel gekommen war, zog Noah Münzenberger von hinten ab. Michael Fomin gab dem Puck die für das 6:3 nötige Richtungsänderung (48.).

Die Statistik:

Tore: 0:1 (2:01) van Gorp (Timmer), 1:1 (9:47) Schymainski (Fomin, Grosse), 2:1 (10:46) Sanche (Üffing, Zolmanis), 3:1 (13:48) Ackers (Schitz, Üffing), 4:1 (40:25) Üffing (Sanche, Popoff), 4:2 (30:36) Hermens (Bindels), 5:2 (31:38) Grosse (Sanche, Mannes), 5:3 (34:26) Hermens, 6:3 (47:05) Fomin (Münzenberger, Schymainski).

Strafen: Duisburg 8, Tilburg 6.

Zuschauer: 843.

Die Spiele der Füchse in der Zwischenrunde

Sonntag, 1. Februar, 18.30 Uhr: EVD – Tilburg Trappers; Freitag, 6. Februar, 20 Uhr: Hannover Scorpions – EVD; Sonntag, 8. Februar: spielfrei; Freitag, 13. Februar, 19.30 Uhr: EVD – Hannover Indians; Sonntag, 15. Februar, 16 Uhr: Saale Bulls Halle – EVD; Freitag, 20. Februar: spielfrei; Sonntag, 22. Februar, 18.30 Uhr: EVD – Hannover Scorpions; Freitag, 27. Februar, 20 Uhr: Hannover Indians – EVD; Sonntag, 1. März, 18.30 Uhr: EVD – Saale Bulls Halle; Dienstag, 3. März, 20 Uhr: Tilburg Trappers – EVD.