Spannung statt Vorentscheidung: Die Füchse mussten sich auswärts im direkten Duell mit den Saale Bulls Halle mit 2:5 (0:1, 1:1, 1:3) geschlagen geben. Hätte der EV Duisburg diese Partie gewonnen, wäre dem Eishockey-Oberligisten das Play-off-Heimrecht im Achtelfinale wohl nicht mehr zu nehmen gewesen. Doch so schmolz der Vorsprung wieder auf zwei Punkte zusammen. Freilich stehen die Duisburger nach wie vor aus dem begehrten vierten Tabellenplatz.
Auf Seiten der Hallenser stand ein in Duisburg alter Bekannter an der Bande: Denn erst am Samstag hatten die Saale Bulls ihren bisherigen Cheftrainer Marko Raita freigestellt. Sportdirektor Christian Hommel, der zwischen 2000 und 2008 – mit Unterbrechungen – 138 Spiele für die Füchse bestritten und dabei satte 215 Strafminuten gesammelt hatte, übernahm den Trainerposten nun interimsweise.
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Allerdings machten die Bulls zunächst nicht den Eindruck einer Mannschaft nach einem Trainerwechsel. „Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Da war vielleicht auch etwas Nervosität dabei“, sagte Christian Hommel, der seinen alten Teamkollegen Frank Petrozza („Lang ist‘s her“) mit einem Lächeln begrüßte. Beide Mannschaften spielten zunächst vorsichtig, allerdings mit Vorteilen für den EVD. „Wir hätten in unseren Überzahlsituationen ein Tor erzielen müssen. In den ersten zehn Minuten waren wir besser im Spiel“, sagte Petrozza. Stattdessen hätten die Gäste sogar beinahe in eigener Überzahl nach einem Puckverlust von Carter Popoff ein Gegentor kassiert. Dann aber gingen die Gastgeber in der 16. Minute durch Tomi Wilenius in Führung. Danach wirkte Duisburg geschockt. Die Pause kam zum richtigen Zeitpunkt.
Wir hätten in unseren Überzahlsituationen ein Tor erzielen müssen. In den ersten zehn Minuten waren wir besser im Spiel.
Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg
Knapp fünf Minuten nach Wiederbeginn schien der EVD den Weg ins Spiel zu finden, als Luis Üffing völlig frei von der linken Seite zum Ausgleich einnetzte. „Leider habe ich dann kurz darauf einen Fehler gemacht“, nahm Verteidiger Pascal Grosse das 1:2 durch Adam Domogalla nur eineinhalb Minuten später auf seine Kappe. Dennoch war seine Stimmung zu diesem Zeitpunkt noch gut. „Zwar haben wir das Spiel im zweiten Drittel etwas mehr übernommen“, wie Halle-Trainer Hommel befand, „dennoch haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht“, sagte Petrozza.
Spielentscheidend war schließlich der dritte Gegentreffer in der 44. Minute: Luis Üffing bekam eine Strafe wegen Hakens und ärgerte sich darüber, durchaus ein wenig nachvollziehbar, so sehr, dass er noch eine weitere Zweiminutenstrafe oben drauf bekam. In diesem Powerplay traf schließlich Robert Hechtl zum 3:1 (44.). Spätestens als ein Distanzschuss von Patrick Schmid zum 4:1 für Halle einschlug (47.), überdachte Frank Petrozza seine künftigen Reisepläne. „Das ist eine schöne Halle, die Fans machen auch eine gute Stimmung, aber wir sind nun zum dritten Mal in dieser Saison hier und verlieren zum dritten Mal“, so der Füchse-Coach. Dem fünften Hallenser Treffer ließ Adam Zoweil noch das 2:5 aus EVD-Sicht folgen.
Am Freitag sind die Füchse nun spielfrei; am Sonntag (18.30 Uhr, Alleato-Arena) ist Spitzenreiter Hannover Scorpions an der Wedau zu Gast.
Die Statistik:
Tore: 1:0 (15:20) Wilenius (Zernikel, Domogalla), 1:1 (24:27) Üffing (Sanche, Grosse), 2:1 (25:53) Domogalla (Hoffmann, Wilenius), 3:1 (43:50) Hechtl (Schmid/5-4), 4:1 (46:47) Schmid (Akerman, Cornett), 5:1 (53:43) Neher (Stas, Christmann), 5:2 (54:40) Zoweil (Farkas, Popoff).
Strafen: Halle 12, Duisburg 10.
Zuschauer: 2146.



