Ob das ein verrücktes Spiel war? Ja, da konnte Spielertrainer Miquel Vila nur schmunzelnd zustimmen. Vor allem war es am Ende aber auch ein erfolgreiches. Durch ein 9:8 (5:5, 4:4, 4:4) nach Penaltyschießen im Prestigeduell der Rollhockey-Bundesliga beim RSC Cronenberg steht nun fest: Die RESG Walsum wird die Punktrunde mindestens als Tabellenzweiter abschließen und umgeht damit nach der Modusänderung vor der laufenden Saison das Play-off-Viertelfinale.
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Warum verrückt? Zur Erklärung dient vor allem der Verlauf der ersten Halbzeit. Die RESG legte in der Höhle der Wuppertaler Löwen nämlich los wie die Feuerwehr, führte blitzschnell durch den Cronenberger Leihspieler Florian Keil (4., 8.) sowie Gérard Leal (6.) mit 3:0. Daniel Quabeck legte sogar noch das 4:0 (17.) nach. „Dabei war es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel. Es waren halt nur unsere ersten vier Chancen drin, die von Cronenberg nicht“, räumte Miquel Vila ein. Dass auch ein deutlicher Vorsprung nicht immer hilfreich sein muss, zeigte sich danach: „Wir haben wohl geglaubt, dass das so einfach weitergeht.“ Ging es aber nicht, im Gegenteil. Nun schlugen die Hausherren binnen kürzester Zeit zurück: Daniel Strieder (21.), der Ex-Walsumer Alex Ober mit Doppelschlag (22.) und Aaron Börkei (23.) sorgten noch vor der Pause für den Ausgleich.
Paradox: In den zweiten 25 Minuten folgte kein weiterer Treffer. Dabei spielte die RESG besonders in der Schlussphase lieber auf Nummer sicher. „Wir haben gesagt: Wenn hier jemand ein Tor machen muss, dann Cronenberg“, so Miquel Vila. Seinem Team reichte der Punkt nach regulärer Spielzeit, um Platz drei zu sichern. Die „Zugabe“ in Form der Verlängerung brachte die erneute Walsumer Führung durch Keil (52.) und wieder den Ausgleich durch Ober (57.). Im Penaltyschießen trafen in der ersten Runde, die 3:3 endete, Julian Haubrock, Mattia Hackel und Marc Coll. Beim zweiten Durchgang verwandelte wieder Kapitän Coll, bevor Pau Nuevo entscheidend parierte.
Am kommenden Wochenende steht nun erst einmal das Finale um den DRIV-Pokal an: am Samstag das Hinspiel beim TuS Düsseldorf-Nord, am Sonntag das Rückspiel in Walsum. In der Liga geht es dann am 28. März mit dem Endspiel um Platz eins gegen Germania Herringen weiter. Die Hammer haben am Samstag mit dem knappen 2:1 in Düsseldorf die RESG von der Spitze verdrängt.


