Ist es das dann schon gewesen? Die Fußballerinnen des MSV Duisburg haben in der Niederrheinliga zwar gerade erst das erste Spiel des Jahres hinter sich gebracht, doch nach dessen Ausgang dürften jetzt nur noch sehr wenige Zweifel daran bestehen, dass die Zebras die Viertklassigkeit bald als Durchgangsstation abhaken können und ab dem Sommer in der Regionalliga West antreten werden. Das Topduell gegen den Verfolger Rhenania Bottrop wurde trotz kleiner Schönheitsfehler zum Ende hin souverän mit 4:2 (2:0) gewonnen, der durch den Rückzug von Rot-Weiß Oberhausen zwischenzeitlich etwas geschrumpfte Vorsprung an der Spitze beträgt damit wieder acht Punkte.

Wir haben intensiv gearbeitet, viel Positivität reingebracht, Kommunikation im Team eingefordert.

Tarek Ruhman, Abteilungsleiter beim MSV Duisburg

Naturgemäß stellte sich vor dem Anpfiff die Frage: Wo steht der MSV? Das war vor allem angesichts des vor Wochenfrist erfolgten Rücktritts von Trainer Abdul Saket nicht leicht zu beantworten. „Wir haben intensiv gearbeitet, viel Positivität reingebracht, Kommunikation im Team eingefordert“, schildert Abteilungsleiter und Übergangscoach Tarek Ruhman. Er empfand seine Schützlinge vor Anpfiff als hochmotiviert, musste aber auch eingestehen, dass die Gäste den besseren Start in die Partie erwischten: „Wenn die ihre Angriffe nur konsequenter ausspielen würden… Dann haben wir aber das Kommando übernommen und gut harmoniert.“

Auch interessant

Bis zur Pause drückte sich das in den Treffern von Emma Hilbrands (28.) und Yuiko Tabuchi (37.) aus. Auch im zweiten Durchgang hatten die Hausherrinnen weiter das Sagen und legten durch Julia Hülsken (51.) sowie Hanna Hamdi (69.) nach. Alles klar also? Nicht ganz. „Nach dem 4:0 haben wir uns wohl zu sicher gefühlt und den Gegner auf einmal eingeladen, durch unsere Mitte zu spazieren. Das hat mir schon vor dem ersten Gegentor nicht gefallen“, so Tarek Ruhman. Die Bottroperinnen verkürzten durch Sandra Ehrhardt auf 1:4 (81.) und nutzten zwei Minuten vor Schluss einen Foulelfmeter durch Lale Su Cepni zum zweiten Treffer. Zu mehr reichte es nicht, am verdienten Sieg gab es keine Zweifel.

Weitere Artikel:

„Wir wussten, dass es heute ein intensives Spiel wird, und genau das haben wir angenommen. Mit viel Einsatz, Klarheit im Spiel und großem Zusammenhalt haben wir das 4:2 geholt. Ich bin stolz auf jede einzelne, weil man gemerkt hat, dass wir diesen Sieg gemeinsam wollten“, resümierte Kapitänin Chloe Rickes. Am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr geht es für sie und ihre Mitstreiterinnen an der Mündelheimer Straße: Dann stellt sich der Tabellenvorletzte Union Nettetal vor.

Gute Nachricht aus der Landesliga: Die MSV-Zweitvertretung feierte einen eminent wichtigen 1:0 (0:0)-Sieg bei Grün-Weiß Lankern II und hat damit den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf fünf Zähler ausgebaut. Die gerade eingewechselte Hannah Pragal sorgte in der 85. Minute für großen Jubel. Deutliche Niederlagen kassierten hingegen Wanheim 1900 (3:7 beim Tabellenvorletzten Blau-Weiß Mintard) und Schlusslicht Eintracht Duisburg (0:6 bei der DJK Rhede).