Drei Spiele, drei Niederlagen. Der Saisonstart in der Skaterhockey-Bundesliga ist für die Duisburg Ducks daneben gegangen. Vor den Auswärtsspielen beim Crefelder SC am Samstag (19 Uhr) sowie eine Woche später beim Deutschen Meister Crash Eagles Kaarst stehen die Enten also unter Druck. Diese Aufgaben gehen die Duisburger nun mit einer entscheidenden Veränderung an. „Ich hatte den Eindruck, dass es Zeit für eine Veränderung ist“, erklärte Dennis Weidenbach, der in der zurückliegenden Woche als Trainer des Rekordmeisters zurückgetreten ist. Sein Nachfolger steht bereits fest: Bereits in Krefeld wird David Bachor an der Ducks-Bande stehen.

Ich hatte den Eindruck, dass es Zeit für eine Veränderung ist.

Dennis Weidenbach, bisheriger Trainer der Ducks-Herren

„Ich hatte mir diese Frage selbst schon etwas länger gestellt. Es ist an der Zeit, dass ich mich auf das konzentriere, was mir am Herzen liegt. Und das ist die Nachwuchsarbeit“, sagt Weidenbach, der betont: „Es gibt keinerlei Streit, keinerlei böses Blut.“ Der Coach bleibt dem Verein erhalten, „weil mir die Ducks am Herzen liegen“. So wird er weiterhin die U-16-Mannschaft der Enten betreuen. „Vielleicht übernehme ich sogar noch mehr Verantwortung im Nachwuchsbereich.“

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Die Nachfolge haben die Ducks intern gelöst. Denn David Bachor war bereits als Teamleiter für die erste Herrenmannschaft tätig, hatte also organisatorische Aufgaben. „Ich denke, der Vorschlag, dass ich das Amt übernehme, kam sogar aus der Mannschaft heraus“, erklärt der neue Coach, der im zweiten Jahr für die Ducks tätig ist. „Ich habe früher die Hilden Flames trainiert und den Verein von der Landesliga in die 2. Bundesliga geführt.“ Als sich sein Sohn Nick Bachor den Ducks anschloss, ging er den Weg nach Duisburg mit. „Wir hoffen, dass das Team nun wieder so spielt, wie wir es kennen: körperlich und aggressiv. Das hat uns lange Zeit ausgemacht“, sagt Michael Dinacher, der Vorsitzende der Ducks.

Dennis Weidenbach ist als Ducks-Trainer zurückgetreten, bleibt aber Coach im Nachwuchsbereich der Duisburger.
Dennis Weidenbach ist als Ducks-Trainer zurückgetreten, bleibt aber Coach im Nachwuchsbereich der Duisburger.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Darin erkennt auch der neue Coach den Schlüssel zum Erfolg. „Wir müssen gar nicht so schrecklich viel ändern. Aber gerade in den Auswärtsspielen gegen Krefeld und Kaarst wird es darauf ankommen, dem Gegner auf den Füßen zu stehen. Das geht natürlich nur mit Laufbereitschaft. Machen wir das aber nicht, dann wird es auch nicht klappen“, sagt David Bachor. Der Trainer war am Mittwoch erstmals in seiner neuen Funktion bei einer Trainingseinheit auf dem Feld. Auch Eishockey-Profi Niklas Hane, der in der zurückliegenden Oberliga-Saison für den Höchstadter EC gespielt hatte, war dabei und wird die Ducks nun wieder verstärken. Dass mit Elias Nachtwey und Pascal Behlau zwei wichtige Stürmer verletzungsbedingt lange fehlen, lässt Bachor nicht als Ausrede gelten: „Auch andere Mannschaften müssen derartige Ausfälle verkraften und bekommen es hin. Dann müssen nun andere Spieler in die Bresche springen.“

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Das ist nun auch nötig. Denn angesichts des Spielplans kann sich für die Ducks im schlimmsten Fall eine unschöne Konstellation ergeben, da mit Krefeld und Kaarst nun in der Fremde nicht gerade Fallobst auf die Duisburger wartet. „Uns war schon klar, dass es auch schlimm laufen könnte“, sagte Dennis Weidenbach bereits vor seinem Rücktritt über den Auftakt. Vier Auswärtsspiele in den ersten fünf Partien der Saison sprechen dabei auch nicht für einen ausgewogenen Spielplan, den die Skaterhockey-Kommission ISHD erstellt hat. Zudem sind mit den Rhein-Main Patriots, auf die die Ducks nun schon zweimal getroffen sind, und den Crash Eagles Kaarst in gut einer Woche drei Spiele gegen Mannschaften im Start enthalten, die erneut zu den Titelkandidaten zählen. Das nächste (und damit insgesamt zweite) Heimspiel bestreiten die Duisburger erst am 2. Mai gegen den HC Köln-West.