Der Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5, bleibt auch nach dem 27. Spieltag offen. Insgesamt vier der sechs Mannschaften, die am Tabellenende stehen, konnten ihre Spiele gewinnen. Auch für den SV Rhenania Hamborn bleibt die Tür zum Klassenerhalt offen, wenngleich der Spalt nicht gerade größer geworden ist. Die Mannschaft von Trainer Yalcin Nezir hat sich am Sonntag im Kellerduell bei Meiderich 06/95 mit 2:1 durchgesetzt und bejubelte den Siegtreffer durch Anthony Amadi in der neunten Minute der Nachspielzeit. Somit geben die Hamborner die rote Laterne an die GSG Duisburg ab. „Es war ein kampfbetontes Spiel. Ich habe es auch so erwartet, weil es für beide Mannschaften um viel ging. Wir hatten mehr Spielanteile, haben unsere Torchancen lange nicht genutzt“, erklärt Yalcin Nezir, dem nach Amadis Treffer mehrere Steine vom Herzen fielen: „Letztendlich bin ich sehr froh, dass wir das Spiel dann doch noch gewonnen haben, weil es verdient war.“
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Am Freitagabend können die Hamborner gegen Schwarz-Weiß Alstaden (19.30 Uhr) vorlegen. „Unsere Mitkonkurrenten haben auch gewonnen. Also dürfen wir uns keine Patzer erlauben. Für uns ist es das nächste Endspiel, was meiner Mannschaft jedoch auch bewusst ist“, schildert Nezir. Bei noch sieben ausstehenden Spielen haben die Hamborner derzeit sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz ist es noch ein Zähler mehr. Um die prekäre Lage seines Teams, das durch den Sieg in Meiderich zumindest die rote Laterne an die GSG abgeben konnte, zu beschreiben, bedient sich der Rhenania-Trainer eines Vergleichs: „Wir sind ins Wasser gefallen und müssen nach allem greifen, was wir kriegen können.“
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Keine Frage, dass für Yalcin Nezir und Co. nur die volle Punktzahl weiterhilft: „Wir sind gut vorbereitet und müssen das Spiel gewinnen.“ Die Bilanz der Hamborner war zuletzt nicht die eines Absteigers. Vier der vergangenen sechs Spiele gewann der SV Rhenania, während nur eines verloren ging. „Wir sind momentan in einem Flow. Die Mannschaft ist wirklich ein zusammengeschweißter Haufen geworden und jeder glaubt an den Klassenerhalt. Ob es im Endeffekt reicht oder nicht, werden wir sehen, aber wir werden auf jeden Fall alles geben.“ Ausfälle haben die Hamborner bis auf den langzeitverletzten Mamadou Diallo nicht: „Das ist auch ein Grund für unseren Erfolg. In der Hinrunde war das leider anders“, kommentiert Nezir, dessen Wunschwochenende wie folgt aussieht: „Am Freitag selbst gewinnen und dann am Sonntag vielleicht Ausrutscher der Konkurrenz sehen.“
tiwi



