Dem Herner EV und den Füchsen Duisburg bleibt die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auch in der kommenden Spielzeit erhalten. Nachdem sich in den vergangenen Wochen das Gerücht gehalten hatte, dass die Rostock Piranhas sich im Sommer freiwillig aus der Oberliga zurückziehen könnten, hat der Verein am Donnerstag nun selbst Stellung bezogen: „Update: Piranhas melden für die Oberliga. Und ja: Das war monatelang nicht sicher“, schreiben die Rostocker in einem Statement auf ihren vereinseigenen Kanälen.
Bereits während der laufenden Saison hatten die Piranhas mehrfach über ihre finanziellen Probleme berichtet. Nachverpflichtungen von Spielern seien nicht möglich, das Budget bis an die Schmerzgrenze ausgereizt, hieß es damals. Die Hauptrunde beendete Rostock als Tabellenletzter, in der Zwischenrunde verpassten sie die Play-off-Qualifikation.
„Die Regionalliga hätte weniger Aufwand, weniger Kosten und sofort mehr Erfolg bedeutet. Das muss man offen sagen“, heißt es in dem Statement mit Blick auf die laufende Planung für die neue Saison. „Oberliga-Eishockey wird teurer. Die Liga wird besser, Gehälter steigen, die Kosten – wie bei euch privat – auch.“ Eine Oberliga-Saison sei für die Piranhas sowohl finanziell als auch menschlich ein Kraftakt. Nach eigener Aussage wird der Verein zu „99,5 Prozent“ von Ehrenamtlichen geführt.
Rostock Piranhas wollen in Oberliga Nord bleiben, Liga-Zugehörigkeit der Eagles Essen-West weiter offen
Die vergangenen Wochen habe man genutzt, um sich dennoch professioneller aufzustellen. Was sich genau ändert, wollen die Rostocker in den kommenden Wochen erklären. Fest steht aber: Mit der Zusage, dass die Piranhas erneut in der Oberliga starten wollen, wird die Nordstaffel in der kommenden Saison wohl zumindest erneut aus elf Mannschaften bestehen, da auch die Hannover Scorpions nach dem Ausscheiden im Play-off-Halbfinale gegen Memmingen in der Liga bleiben.
Weiter offen ist, ob die Eagles Essen-West als sportlicher Aufsteiger der Regionalliga West tatsächlich in die Oberliga Nord zurückkehren oder aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg verzichten.



