Tim Leusmann ist selten stinksauer. Doch der Rückrunden-Auftakt in der 2. Hockey-Bundesliga der Männer ging für den Club Raffelberg komplett schief. „Das ist ein Muss-Spiel“, hatte der Trainer der Duisburger im Vorfeld der Partie gegen den Marienburger SC gesagt. Am Ende stand eine 2:3 (0:1)-Niederlage zu Buche – und das, obwohl die Gastgeber sechs Minuten vor dem Ende mit 2:1 in Führung gegangen waren.

Wir können ja gerne Fehler machen, aber man muss wenigstens den Ball haben wollen. Wer das nicht will, der kann sich das Spiel auch von außen angucken.

Tim Leusmann, Trainer des Club Raffelberg

„Ich bin mit der Leistung nicht einverstanden“, sagte der Coach. „Wir können ja gerne Fehler machen, aber man muss wenigstens den Ball haben wollen. Wer das nicht will, der kann sich das Spiel auch von außen angucken“, schimpfte Leusmann, dem die Frustration anzumerken war. Denn: Trotz einer bislang gut verlaufenen Saison müssen die auf Rang fünf abgerutschten Raffelberger nun weiterhin die Abstiegszone im Blick behalten. Der CR kam bereits schlecht in die Partie, geriet nach sieben Minuten in Rückstand. Erst in der zweiten Halbzeit lief es besser. Neuzugang Florian Schirmer glich aus (44.), ehe Tim Basfeld das 2:1 erzielte (54.). Doch als sich die Gastgeber freuten, sah sich niemand für den Gegenangriff zuständig, sodass nicht nur postwendend das 2:2 fiel, sondern eine weitere Minute später ein Siebenmeter zum 3:2 für Marienburg einschlug. Am kommenden Wochenende geht es gegen Spitzenreiter DS Düsseldorf und Schlusslicht Bonner THV.

Sport / DU-Wedau.
2. Hockey-Bundesliga: Club Raffelberg gegen Marienburger SC
19.04.2026 in Duisburg
CR-Trainer Tim Leusmann war sauer. © FUNKE Foto Services | Daniel Attia

Je näher die Play-downs rücken, desto besser kommen die Raffelberger Frauen in der 1. Bundesliga in Fahrt. Am Wochenende hatten sie eine Menge Pech, denn es wäre mehr als nur ein Punkt drin gewesen. Dem drittplatzierten Berliner HC unterlagen die Duisburgerinnen erst nach Penaltyschießen mit 3:4 (0:0, 2:2). Tags darauf gab es ein nicht minder knappes 0:1 (0:0) gegen den Großflottbeker THGC.

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„Wir haben richtig gut verteidigt“, sagte Trainerin Susi Wollschläger mit Blick auf das Spiel gegen das Spitzenteam aus Berlin. Einmal mehr stand zunächst die starke Sophia Wegener im Raffelberger Tor im Mittelpunkt, weil sie fünf Minuten vor der Halbzeitpause abermals einen Siebenmeter parierte. Mit der ersten Ecke gingen die Gastgeberinnen schließlich in Führung. „Wie besprochen“, freute sich Wollschläger, dass die einstudierte Variante, die schließlich Anneke Maertens im Netz versenkte, funktioniert hat. Eine Minute später mach Filippa von dem Borne einen Doppelschlag (42.) daraus.

„Vielleicht ist das 2:0 etwas zu früh gefallen“, überlegt die Trainerin, die sich über die Schiedsrichter ärgerte. „Sie haben massiv ins Spiel eingegriffen und auf beiden Seiten viel zu viele Karten gezeigt.“ So glich Berlin in der 59. Minute zum 2:2 aus. Im Penaltyschießen war auf CR-Seite nur Giulia Funkel erfolgreich. Gegen Flottbek „ging das Kartenfestival weiter. Leider habe ich auch eine kassiert, was mir natürlich nicht passieren darf“, so Wollschläger. Die Hamburgerinnen trafen in der 46. Minute. „Hier wäre ein Remis ebenfalls verdient gewesen.“