Aachen gegen Duisburg, das ging sportlich aus hiesiger Sicht am Wochenende nicht so richtig zusammen. Einen Tag nach der Pleite der MSV-Fußballer auf dem Tivoli legten die Regionalliga-Handballer des OSC bei Abstiegskandidat BTB keinen wirklich gelungenen Auftritt aufs Parkett, der mit einem 28:28 (16:13)-Unentschieden auch eher mäßig endete.

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„Der Ärger ist inzwischen ein bisschen verflogen“, sagte OSC-Trainer Sascha Wistuba am Sonntagmittag, was darauf hindeutet, dass seine Laune unmittelbar nach Spielende nicht die allerbeste war. „Wenn wir nur drei Prozent mehr unserer Chancen verwerten, gewinnen wir das Spiel deutlich. Wir haben eine Wurfeffizienz von etwas mehr als 50 Prozent“, kritisierte er. Dabei gelang es den Hausherren vor allem, OSC-Kapitän Lukas Hüller, sonst Topschütze des Tabellenzweiten, fast vollständig aus dem Spiel zu nehmen.

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Ungeachtet dessen lagen die Gäste über weite Strecken der Partie stets vorn, ehe es dann im zweiten Durchgang problematisch wurde. Das lag auch am Aachener Spielertrainer Simon Breuer: Der 42-Jährige, eigentlich nur noch sehr sporadisch eingesetzt, warf seine ganze Routine in die Waagschale, um die OSC-Deckung auseinanderzuziehen. Oder wie es Sascha Wistuba ausdrückte: „Wir lassen uns von ihm regelrecht an der Nase herumführen.“ So kam der BTB in der 56. Minute erstmals wieder zum Ausgleich und ging 37 Sekunden vor Ende sogar mit 28:27 in Führung. Dass Nik Dreier dann immerhin noch bei einer Sekunde auf der Uhr das Remis rettete, konnte die Laune des Rheinhauser Trainergespanns nicht mehr entscheidend anheben. „Respekt an die Aachener, die sich von der Halle haben tragen lassen und sich einen Punkt erkämpft haben“, so Sascha Wistuba.

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Kurioserweise ist aber noch gar nicht abschließend klar, ob dieses Ergebnis so final in die Wertung eingehen wird. Laut OSC ließen die Hausherren noch in der Halle durchblicken, dass sie gegen den Ausgang Einspruch einlegen wollen, da ein reguläres Tor mitten in der zweiten Hälfte nicht auf der Anzeigetafel verbucht worden sei und auch keinen Eingang ins Spielprotokoll der Schiedsrichter fand. Noch kurioser: Auf Rückfrage der Sportredaktion am Sonntag erklärte Aachens Sportlicher Leiter Jan Deutz, man wolle erst einmal keine Stellungnahme zu dem Thema abgeben. Offenkundig sind sich die Kaiserstädter nicht sicher, ob sie den einen im Abstiegskampf womöglich wertvollen Punkt noch einmal in einem Wiederholungsspiel riskieren wollen.

OSC: Seemann, Lenz – Käsler (8), Molsner (4), Ernst, Hüller, Schlögl (je 3), Dreier, Kölsch (je 2), Adrian, Rippelmeier, Mook (je 1).