Das Halbfinale der Play-off-Runde um die Deutsche Rollhockey-Meisterschaft der Männer ist komplett – und bringt zumindest eine kleine Überraschung mit sich. Eines der beiden vor den Viertelfinalspielen besser platzierten Teams musste schon nach zwei von drei möglichen Duellen die Segel streichen.

Das war natürlich nicht der RSC Cronenberg. Die Wuppertaler, die 2012 ihren 13. und bislang letzten Meistertitel holten, wurden ihrer übergroßen Favoritenrolle als Dritter nach der Punktrunde mühelos gerecht und setzten sich gegen die gerade noch auf Platz sechs gerutschte SGR Darmstadt nach dem 8:0 in Hessen nun auch in der heimischen Henckels-Halle mit 12:1 durch. Damit kommt es im Halbfinale zum erwarteten Aufeinandertreffen mit Rekordmeister RESG Walsum. Die Rote Teufel, die als Zweiter der Vorrunde das Viertelfinale überspringen durften, müssen nun am kommenden Samstag, 2. Mai, um 19 Uhr zum ersten von maximal drei Spielen bei den Bergischen antreten. Partie Nummer zwei des stets emotionsreichen Prestigeduells gegen den Erzrivalen steigt am Samstag, 9. Mai, um 16 Uhr in der Halle Beckersloh. Steht es dann nach Siegen Unentschieden, kommt es tags darauf wieder um 16 Uhr in Walsum zum Showdown.

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Exakt derselbe Rhythmus gilt für das zweite Halbfinale, in dem der seit 2018 amtierende Dauermeister Germania Herringen als Sieger der Punktrunde zumindest etwas überraschend auf den TuS Düsseldorf-Nord trifft. Die Unterrather waren als Tabellenfünfter in das Viertelfinalduell mit dem Vierten IGR Remscheid gegangen, setzten sich aber in zwei Spielen (5:3 daheim, 7:3 auswärts) ganz glatt durch. Für den Titelverteidiger Hamm muss das überhaupt kein Vorteil sein, da der TuS Nord sich in den vergangenen Wochen nach schwacher erster Saisonhälfte klar verbessert zeigte und bekanntlich in Walsum auch den DRIV-Pokal gewann.

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Interessanter Aspekt: Sollte den Düsseldorfern nun im Halbfinale gegen Herringen ein Coup gelingen, hätte das auch Auswirkungen auf die Finalserie. Dort gilt nämlich, dass generell die besser platzierte Mannschaft der Punktrunde den entscheidenden Heimvorteil im dritten Spiel hat. Dies wäre, wenn sich der TuS Nord durchsetzt, also auf jeden Fall der Sieger der Paarung RESG – Cronenberg. Nur dann wäre es also, wenn denn alles käme wie erträumt, für die Walsumer möglich, auf heimischem Parkett den ersten Meistertitel seit 1999 und den 17. insgesamt zu feiern.