Es gehört zu den Eigenschaften eines guten Fußballers und Trainers, in schier aussichtslosen Situationen nicht aufzugeben. Beim SV Rhenania Hamborn ist in der Bezirksliga, Gruppe 5, jedoch viel Optimismus nötig, um noch auf den Klassenerhalt zu bauen. „Solange rechnerisch noch alles möglich ist, glauben wir dran“, gibt Trainer Yalcin Nezir zu Protokoll. Die Schwere der Herausforderung ist dem Übungsleiter bewusst, Aufgeben vor dem Freitagabendspiel gegen den 1. FC Mülheim (20 Uhr) keine Option.
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Dabei gibt die aktuelle Tabellensituation wenig Grundlage zur Hoffnung. Bei noch fünf verbleibenden Spielen hat der SV Rhenania sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, den Viktoria Buchholz belegt. Ganz abgefahren scheint der Klassenerhaltszug für die Hamborner auch aufgrund des Restprogramms nicht. Nach den Mülheimern warten der SC 20 Oberhausen – derzeit im Niemandsland der Tabelle – und Schlusslicht GSG Duisburg auf die Nezir-Elf. Danach folgt das direkte Duell mit Viktoria Buchholz, ehe mit dem SV Genc Osman am letzten Spieltag nochmal ein harter Brocken kommt.
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„Wir wollen gegen Mülheim gewinnen und schauen dann mal, was die Konkurrenz so macht“, blickt Nezir von Spiel zu Spiel. Aus der Sicht des Trainers stand die Partie bei der zweiten Mannschaft des VfB Homberg (2:2) am vergangenen Sonntag symptomatisch für die Schwierigkeiten seiner Mannschaft in der laufenden Saison. „Wir machen ein richtig gutes Spiel, haben mehr Ballbesitz und sehr viele Torchancen. Dass wir davon nur zwei verwertet haben, ist einfach zu wenig.“ Zu der Offensivschwäche, die sich bei den Hambornern seit dem Aufstieg im vergangenen Sommer durch die Saison zieht, kommen noch Unkonzentriertheiten in der Defensive dazu: „Im Vergleich zu uns brauchen die Gegner meist nur wenige Chancen. Homberg hat gefühlt nur zwei Mal auf unser Tor geschossen und damit zwei Mal getroffen.“ Für den Klassenerhalt sind also Verbesserungen in beiden Mannschaftsteilen notwendig.
tiwi



