Zugegeben, in der 2. Hockey-Bundesliga Nord der Männer spielen nur zehn Mannschaften. Dennoch ist es bemerkenswert, dass nach zwölf von 18 Spieltagen gar der Tabellendritte, mindestens aber der Tabellenvierte noch lange nicht sicher sein kann, dass er die Klasse hält. „Die Liga ist wirklich sehr eng zusammen“, staunt auch Tim Leusmann, der Trainer des Club Raffelberg. Seine Mannschaft, die aktuell Rang fünf einnimmt, spielt am Samstag (16.30 Uhr) bei Schwarz-Weiß Neuss, das Vorletzter ist, aber nur vier Punkte Rückstand auf die Duisburger aufweist. Heißt also: Mit einem Sieg können die Grün-Schwarzen einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen, eine Niederlage würde unnötige Schärfe in die Sache bringen.
Auch interessant
Nach oben hin haben sich lediglich der DS Düsseldorf und der Großflottbeker THGC etwas abgesetzt, nach unten hin sieht es für Schlusslicht Bonner THV mit nur sechs Punkten schon etwas finster aus. Rein theoretisch ist es aber denkbar, dass nur die Bundesstädter absteigen müssen, wenn nämlich das chancenlose Bundesliga-Schlusslicht SC Frankfurt 80 und der Münchner SC in den Erstliga-Playdowns scheitern sollten. Beide Teams würden der Süd-Gruppe zugeordnet werden. Der CR hat nach wie vor extrem viele Ausfälle zu bewältigen, Paul Bosserhoff und Julius Stadtmüller wollen es aber versuchen.
Weitere Artikel:
Derweil schwinden für die Raffelberger Frauen die Chancen, noch den vorletzten Platz in der 1. Bundesliga zu erreichen. Zwar spielen die Duisburgerinnen am Sonntag (12 Uhr) gegen eben jene Vorletzten vom SC Frankfurt 80, haben es aber außerdem noch tags zuvor auswärts mit dem Düsseldorfer HC (3., 14 Uhr) sowie am 10. Mai mit Tabellenführer Mannheimer HC zu tun. Die Krux: Der CR hat nicht nur drei Punkte Rückstand auf Frankfurt, sondern auch ein um neun Treffer schlechteres Torverhältnis. „Es geht darum, Selbstvertrauen für die Play-downs zu tanken“, so Trainerin Susi Wollschläger, die sich nur einen Gegner für die Play-downs nicht wünscht: Rot-Weiß Köln. Dann müsste eine ihrer Töchter – Pia Maertens mit Köln oder Anneke Maertens mit dem CR – ihre Schwester in die 2. Bundesliga befördern.



