Am kommenden Sonntag steigt in Dormagen die Meisterfeier. Vermutlich keine im ganz großen Rahmen, da es ja „nur“ die zweite Mannschaft des TSV Bayer ist, die sich den Titel in der Handball-Regionalliga Nordrhein geholt hat und künftig als Drittligist unterwegs sein wird. Aber die Party hat sich das junge Team schon verdient, weil es zwei Runden vor dem Ende mit satten sieben Punkten Vorsprung ganz eindeutig der versammelten Konkurrenz enteilt ist. Zaungast bei der Feier wird der Tross des OSC Rheinhausen sein, der es seinerseits nicht geschafft hat, noch einmal tabellarischen Druck auf den Spitzenreiter auszuüben. Nach der eigenen 33:36 (16:16)-Heimniederlage gegen Unitas Haan war klar, dass es auch in der rechnerischen Theorie nicht mehr gelingen kann, den Werksklub noch einzuholen.
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Mit diesem Patzer, dem ersten in eigener Halle nach zuvor fünf Siegen in Folge an der Krefelder Straße, wird es wohl auch schwierig, die erhoffte Vizemeisterschaft einzufahren. Der OSC ist durch das 37:35 des TV Korschenbroich gegen den TSV Bonn rechtsrheinisch auf den dritten Platz abgerutscht und müsste wohl schon etwas Zählbares aus Dormagen mitbringen, um am TVK dranzubleiben. Das Fazit vom Samstagabend ist nicht dazu angetan, in dieser Hinsicht große Hoffnung zu schöpfen. „Bei uns war diesmal alles nur Mittelmaß. Es reicht aktuell einfach nicht, um ganz oben zu stehen“, resümierte Trainer Sascha Wistuba, der auch auf den aktuell ausgedünnten Kader verwies, in dem mit Mika Flach und Connor-Keanu Wetteborn zwei Akteure der „Zweiten“ aushelfen mussten. So konnte der angeschlagene Kapitän Lukas Hüller fast nur für Siebenmeter eingesetzt werden.
Connor-Keanu Wetteborn erzielte sogar das zwischenzeitliche 15:16, kassierte aber in der 38. Minute eine rote Karte. Das war sinnbildlich für die zweite Hälfte laut Coach Wistuba: „Es gab ein paar für uns schwierige Schiedsrichterentscheidungen, an denen wir uns zu sehr aufreiben. Wir spielen gefühlt 20 Minuten in Unterzahl, Haan macht es dann clever.“ Bei 24:24 stand die Partie letztmals ausgeglichen, dann zogen die Gäste davon.
OSC: Seemann, Lenz – Schlögl (7), Hüller (6/5), Kauwetter (5), Ernst (4), Adrian (3), Rippelmeier, Käsler (je 2), Molsner, Wetteborn, Dreier, Kölsch (je 1), Flach, Genzmer, Mook.


