Sechs Mannschaften sind am vergangenen Wochenende bereits in die Tennis-Niederrheinliga der Herren gestartet. Am Samstag greift nun auch eine besondere Spezies ins Geschehen ein. Anders als die Konkurrenz setzt der DSC Preußen in seiner zweiten Saison in der Viertklassigkeit ausnahmslos auf eigene Spieler. „Unser Plan ist es, ohne Ausländer zu spielen. Dadurch wird es nochmal knackiger, aber das nehmen wir gerne und ganz bewusst in Kauf“, sagt Steffen Gautzsch. Der Mannschaftsführer konnte die Vorbereitung nach langer Verletzungspause aufgrund eines Sehnenrisses im Handgelenk beschwerdefrei absolvieren und wird am Samstag (13 Uhr) im Derby bei der Dinslakener TG Blau-Weiß sein Comeback geben.

Dadurch wird es nochmal knackiger, aber das nehmen wir gerne und ganz bewusst in Kauf.

Steffen Gautzsch, Mannschaftsführer beim DSC Preußen

Der Klassenerhalt stellt für die Preußen eine Mammutaufgabe dar, denn in Abhängigkeit vom Abschneiden der Niederrhein-Vertreter in der Regionalliga könnte es drei Absteiger geben. „Wenn man sich die Meldelisten der anderen Vereine anguckt, kriegt man große Augen“, sagt Gautzsch angesichts von Namen wie Sydney Zick (Oberhausener THC), Jamie Mackenzie (Rochusclub Düsseldorf) oder des Italieners Enrico Dalla Valle (Blau-Weiß Krefeld): „Die Saison wird ziemlich taff. Unser Anspruch ist es, unser bestes Tennis zu spielen. Ob es dann zum Klassenerhalt reicht, wird man sehen.“ Den Feinschliff holten sich die Preußen, die an der Winterlaufserie des ASV Duisburg teilnahmen, am vergangenen Wochenende im Trainingslager in Ankum bei Osnabrück.

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Nach dem Abschied des Niederländers Mats Hermans, der seit 2019 an der Futterstraße aufschlug und sich nun Grün-Weiß Aachen angeschlossen hat, wurde pro forma dessen Landsmann Jip van Assendelft an Position eins gemeldet. Der Einsatz des 24-Jährigen, der in den USA College-Tennis spielt, ist jedoch nicht vorgesehen. Die Spitzeneinzel wird Tobias Sperling bestreiten. Der 24-Jährige, der für die meisten Zweitligisten eine Bereicherung wäre, hält den Preußen seit Kindheitstagen die Treue. Hinter ihm wurden Moritz Buß, Nils Watenphul, Hendrick Voss, Alexander Sommer, Lars Watenphul, Maximilian Hassel, Theodor Kampmann und Steffen Gautzsch gemeldet. „Unsere Stärke ist die Gemeinschaft“, betont Gautzsch.

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Das letzte Duell mit ihrem Auftaktgegner haben die Preußen in bester Erinnerung. Mitte März gewannen sie das „Abstiegsendspiel“ in der Winterrunde der Niederrheinliga mit 4:2 und schickten Dinslaken in die 1. Verbandsliga. Der Nachbar, der 2001 unter Walter Hellmich Deutscher Mannschaftsmeister wurde, ist mit Tom Schönenberg, Dominik Pfeiffer und vier Niederländern mit einem 5:4 gegen Bayer Wuppertal gestartet.

Sein erstes Heimspiel bestreitet der DSC Preußen am 30. Mai gegen den Rochusclub Düsseldorf II. Anschließend warten der Oberhausener THC (13. Juni, heim), Bayer Wuppertal (20. Juni, auswärts), der Solinger TC (27. Juni, heim) und Blau-Weiß Krefeld II (4. Juli, auswärts). Beginn ist stets um 13 Uhr. „Wir freuen uns total auf die Saison, auch wenn es verdammt hart wird“, sagt Steffen Gautzsch.

kök