Nervenstärke, Kaltschnäuzigkeit und ein außergewöhnlicher Kampfeswille – das sind die Qualitäten, mit denen der Club Raffelberg nun einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 2. Hockey-Bundesliga Nord der Männer gemacht hat. Nach dem 2:1 (0:0)-Sieg beim DTV Hannover, den die Duisburger mit einem immens dezimierten Kader errungen haben, ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz in der Zehnergruppe nun auf zehn Punkte angewachsen. Das ist vier Spieltage vor Saisonende dann doch ein Brett.

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Was Trainer Tim Leusmann beeindruckt hat: Bis auf den gerade erst frisch operierten Luke Hoffmann haben sich alle verletzten Spieler der Grün-Schwarzen ebenfalls auf den Weg nach Hannover gemacht, um ihre Mannschaft vor Ort anzufeuern. „Und wir sprechen davon, dass sie das zu großen Teilen auf eigene Kosten gemacht haben“, ist ihr Coach von diesem Zusammenhalt begeistert. Inzwischen hat das Team auch wieder seinen Flow gefunden – auch wenn das erste Viertel optisch an die Hannoveraner ging. „Ab dem zweiten Viertel haben wir es dann aber sehr gut gemacht“, so Leusmann. Zwar gingen die Gastgeber drei Minuten vor Ende des dritten Abschnitts in Führung, doch Raffelberg holte sich das Spiel. Erst gelang Timo Wisomirski, „der nun schon das dritte überragende Spiel in Serie gemacht hat“, so der Coach, der Ausgleich (47.), dann verwandelte Tim Basfeld einen an ihm selbst verschuldeten Siebenmeter zum 2:1-Siegtreffer (48.).

Zwar musste Raffelberg in der Schlussphase nach Zeitstrafen teilweise mit drei Mann weniger spielen, „aber mit bemerkenswert starkem Fight haben wir das Spiel gewonnen“, so Leusmann, der zudem in den letzten fünf Minuten auf Timo Wisomirski verzichten musste, der nach einem Balltreffer an der Stirn mit vier Stichen genäht werden musste.

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Für die Raffelberger Damen steht fest, dass sie als Tabellenletzter in die Play-downs der 1. Bundesliga gehen werden. Beim als Hauptrundensiegerinnen feststehenden Mannheimer HC unterlagen die Duisburgerinnen zum Abschluss deutlich mit 1:7 (1:2), boten aber gerade in der ersten Halbzeit eine sehr ordentliche Leistung. Giulia Funkel gelang zwischenzeitlich durch einen verwandelten Siebenmeter der 1:1-Ausgleich. Der CR trifft damit auf den neuntplatzierten Bremer HC. Zunächst geht es daheim am Kalkweg los (16. Mai), ehe das zweite und ein mögliches drittes Spiel in Bremen ausgetragen werden (23./24. Mai). Im parallelen Play-down-Duell trifft der Münchner SC auf den mit Raffelberg punktgleichen SC Frankfurt 80.