Zumindest in einem Teil Duisburgs herrscht am Wochenende Freibadwetter. Die Wasserballer des ASCD sind am Dienstagabend umgezogen: vom muckeligen Schwimmstadion in ihr Vereinsbad am Barbarasee. Bei elf Grad Außentemperatur und 26 Grad Wassertemperatur bat Cheftrainer Vuk Vuksanovic zur ersten Einheit unter freiem Himmel. Am Samstag (17 Uhr) empfangen die Wedauer im zweiten Play-off-Halbfinale Spandau 04 Berlin. Gelingt ihnen die Revanche für die 11:21-Niederlage am vergangenen Samstag, fiele die Entscheidung am Sonntag (16 Uhr) an gleicher Stelle.
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Die Hauptstädter, soviel steht mal fest, müssen sich warm anziehen. Denn der ASCD hat einen Hals. Zu behaupten, die Amateure seien mit der Leistung der Schiedsrichter nicht einverstanden gewesen, wäre die Untertreibung des Jahres. Vuk Vuksanovic mag darauf nicht nochmal eingehen, sondern richtet den Fokus auf das, was der ASCD selbst beeinflussen kann. „Wir haben das erste Spiel analysiert. Am Samstag wird es ein komplett anderes Spiel sein. Ich hoffe, dass es voll wird. Mit unseren Fans als 15. Mann wollen wir die Serie drehen.“
Dass der ASCD Spandau schlagen kann, steht nach dem 15:11 im Rückspiel der Bundesliga-Vorrunde außer Frage. Die Voraussetzungen, die seine Mannschaft für einen neuerlichen Erfolg erfüllen muss, umschreibt Vuksanovic so: „Ich vergleiche das mit der Schule. Wenn du auf alle Fragen die Antwort weißt, kann dir nichts passieren. Egal, was der Lehrer abfragt.“
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Klassenerhalt und Europapokal oder das große Zittern? Diese Frage stellt sich für den Duisburger SV 98 kurz vor Ende des Wochenendes. Am Sonntag (17 Uhr, Schwimmstadion) treffen die Wedauer im dritten und entscheidenden Spiel der ersten Platzierungsrunde auf den SV Cannstatt. In Stuttgart hatten die 98er erst mit 15:16 nach Fünfmeterwerfen verloren und dann mit 13:11 gewonnen. Ein weiterer Erfolg brächte ihnen den vorzeitigen Klassenerhalt und nach mehr als drei Jahrzehnten die Rückkehr in den Europapokal. Im Falle einer Niederlage hinge der Verbleib in der Bundesliga am seidenen Faden. In der Best-of-Three-Serie ginge es sodann um Platz sieben (Relegation gegen den Zweiten der Zweiten Liga) und acht (direkter Abstieg).
Die ungewöhnliche Anschwimmzeit ist dem Umstand geschuldet, dass die 98er am Wochenende auf zwei Hochzeiten tanzen. Die U18 will sich in Berlin gegen die White Sharks Hannover (Samstag, 14 Uhr), die SV Krefeld 72 (Samstag, 18 Uhr) und die SG Neukölln (Sonntag, 14 Uhr) für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Der Plan ist, die Spiele am Samstag zu gewinnen, damit vorzeitig das Ticket zu lösen und dann die Jugend-Nationalspieler Justin Blidchenko, Erik Hennig und Stefan Kruta zu den Herren zu „entlassen“.
kök



