Pokalspiele sinken auf der Beliebtheitsskala gerne einmal, wenn es in der Liga noch um wichtige Entscheidungen geht. Pokalspiele können aber auch Balsam für die angeschlagene Fußballerseele sein, wenn es in eben jener Liga gar nicht läuft. „Unser Abstieg steht nun schon seit einiger Zeit leider fest, deswegen haben wir unseren Fokus auf das Kreispokal-Endspiel gelegt“, sagt Can Serdar, Co-Trainer von Hamborn 07. Am Pfingstmontag spielt seine Mannschaft um 15.30 Uhr auf der Anlage des SV Wanheim 1900 am Honnenpfad gegen Titelverteidiger VfB Speldorf. „Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen den Pokal gewinnen.“

Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen den Pokal gewinnen.

Can Serdar, Co-Trainer von Hamborn 07

Die Löwen stehen vor keiner einfachen Aufgabe. Erst vor zwei Wochen setzte es im Liga-Auswärtsspiel bei den Grün-Weißen eine üble 1:7-Packung. „Wir wollen uns auf keinen Fall verstecken“, erklärt Serdar die Herangehensweise, um dem Spiel diesmal eine andere Wendung zu geben. „Wir werden alles dafür tun, dass das nicht noch einmal so läuft.“ Das Gute für Hamborn: Die 07er können komplett entspannt an die Sache herangehen. Kein Druck im Abstiegskampf, kein Druck, sich für den Niederrheinpokal qualifizieren zu müssen – denn dieses Ticket hatten bereits alle vier Halbfinalisten in der Tasche. Da zeigt es sich, dass es in der Saison 2018/19 eine gute Idee war, den Kreispokal endlich bis zum Finale zu spielen und nicht aufzuhören, sobald die FVN-Tickets vergeben sind: „Die Jungs freuen sich auf dieses Spiel.“

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Seit 2019 wurden allerdings erst vier Kreispokalsieger ermittelt. Zum einen kam die Pandemie dazwischen, 2023 konnten sich die Finalisten nicht auf einen Termin einigen. Inzwischen veranstaltet der Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken nun aber Pokalfinaltage. Allerdings musste das Frauen-Endspiel zwischen den MSV und Rhenania Hamborn auf den 1. Juni verlegt werden, da die Zebras am Pfingstmontag um den Niederrheinpokal spielen. So steht am Montag nur ein weiteres Spiel in Wanheim auf dem Plan: Um 13 Uhr stehen sich Rhenania Hamborn und SuS 09 Dinslaken im Ü32-Finale gegenüber.

Derweil hat 07-Keeper Alexander Geraedts einen neuen Verein gefunden. Er wechselt im Sommer zum SV Scherpenberg.