Rhein Fire stand vor dem Spiel bei 4:1 Siegen, die Wroclaw Panthers gar bei 5:1. Außerdem gelten die Polen gemeinhin als das Team, das den beiden Platzhirschen der American Football League Europe am ehesten gefährlich werden kann. Die beiden Niederlagen kassierten die beiden Teams übrigens gegen den großen Titelfavoriten, die Vienna Vikings. Die Duisburger Footballer haben nun aber klargestellt, dass sie sich spielerisch doch ein ganzes Stück vor dem Gegner aus Breslau befinden. Die Hausherren gewannen vor 5008 Zuschauern mit 48:7 (14:7, 17:0, 14:0, 3:0). Das ist ein Sieg mit einem ausgespielten Ausrufezeichen. Zudem durfte sich der zweifache Meister der Vorgängerliga ELF erstmals über eine „5“ zu Beginn der Zuschauerzahl freuen.

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Dass der Wind für viele Gegner in Duisburg recht hart über Rhein und Ruhr weht, unterstrichen die Gastgeber früh. Es waren kaum fünf Minuten gespielt, als Nazir Streater einen Passversuch von Wroclaw-Quarterback Jameson Wang abfing. Das war übrigens die erste Interception, die dem Spielmacher der Polen in der aktuellen Saison unterlaufen ist. Kurze Zeit später verpasste Tim Sauerland den Ball in der Endzone nur knapp. Das war allerdings halb so wild: Runningback Jonathan Scott lief mit dem Spielgerät über die Ziellinie. Als Fire-Quarterback Kenji Bahar ebenfalls eine Interception warf – Krzysztof Wis fing den Ball ab – und Wang kurz danach ausglich, schien sich ein spannendes Spiel anzudeuten. Doch bei dieser Andeutung blieb es, weil die Panthers-Offensive überhaupt nicht ins Rollen kam und weil die Fire-Defensive eben einen guten Job machte. Kaylon Geiger stellte noch im ersten Viertel die Führung wieder her.

Alles zu Rhein Fire:

Streater sorgte für eine weiteres „Big Play“: Zu Beginn des zweiten Quarters unterband er nicht nur einen weiteren Touchdown der Gäste, sondern schaffte dabei sogar gleich seine zweite Interception. Danach marschierte Fire mit einem First Down nach dem anderen über das Feld, ehe Kenji Bahar seine Klasse zeigte: Vor dem Touchdown-Pass auf Marvellous Imadi geriet der Duisburger Spielmacher unter Druck, wich aus, orientierte sich neu und spielte den Pass auf den Runningback. Und so ging es weiter. Mit dem 31:7 in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit war das Spiel dann entschieden, weil Sebastian van Santen abermals zeigte, warum er der wahrscheinlich beste Kicker der AFLE ist: Er verwandelte ein Field Goal aus 54 Yards Entfernung. Das war bereits der dritte erfolgreiche Kick in der laufenden Saison aus mehr als 50 Yards Distanz.

Alles nach der Halbzeitpause war dann lockeres Auslaufen. Ein weiteres Manko bei den Gästen war übrigens der Umstand, dass mit Tightend Dominik Niedziela jemand die Punts durchführen musste, der sich damit sichtlich unwohl fühlte und den einen oder anderen Fauxpas ablieferte.

Am Samstag, 18. Juli, steht nun das Topspiel gegen die Vienna Vikings an. Kickoff an der Wedau ist um 17.10 Uhr.

Die Statistik:

Touchdowns: Jonathan Scott, Marvellous Imade (je 2), Kaylon Geiger, Christopher Mielke; Field Goals: Sebastian van Santen (2); Extrapunkte: Sebastian van Santen (6).