Auf den ersten Blick geht es genauso los wie im Vorjahr. Am ersten Spieltag der Fußball-Landesliga wird Viktoria Goch, nach wie vor trainiert vom einstigen MSV-Kapitän Kevin Wolze, auf der Sportanlage im Holtkamp zu Gast sein. Der Gegner der Linksrheinischen aus dem Kreis Kleve heißt aber diesmal nicht Hamborn 07, denn die Löwen sind bekanntlich nach einer fürchterlichen Saison in die Bezirksliga abgestiegen. Hausherr wird am Sonntag, 16. August, um 15.30 Uhr stattdessen Aufsteiger Rheinland Hamborn sein, der seine Heimspiele ja bekanntlich als Untermieter an der Westerwaldstraße austragen wird.
Also ein Heimspiel zum Auftakt. Fahri Ulutas überlegt und erwidert dann: „Das müssen wir erstmal sehen, ob das ein Heimspiel für uns wird.“ Was der Vorsitzende und Trainer von Rheinland meint: Viel Zeit, um sich am Holtkamp einzugewöhnen und wirklich heimisch zu fühlen, bleibt bis zum Duell mit den Gochern nicht. Es wird vielleicht auch ein wenig davon abhängen, welchen der Plätze auf der Anlage der Neuling nutzt. Beim Kunstrasenplatz, auf dem Hamborn 07 in der Vorsaison den überwiegenden Teil seiner Heimpartien austrug, ist Ulutas noch ein wenig skeptisch: „Der ist sehr klein, wir sind vom vergangenen Jahr, als wir beim FSV Duisburg gespielt haben, einen eher großen Platz gewohnt.“ Das bietet das Naturrasengeläuf nebenan schon eher, aber wie man weiß, schickt die Witterung diesen Platz spätestens ab November in den Winterschlaf bis April. An diesem Wochenende sind die Rheinländer aber erstmal auswärts unterwegs: Sie springen kurzfristig beim Turnier von RWS Lohberg als Ersatz für Wacker Dinslaken ein.
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Manchmal kann es auch nicht schaden, gewisse Dinge nicht zu wissen. Dass es zum Auftakt mit dem SC Union Nettetal direkt gegen den zu Oberligazeiten langjährigen „Angstgegner“ des VfB Homberg geht, war Daniel Beine nicht bekannt. Vielleicht bricht der neue und unbefangene Trainer eine Liga tiefer ja jetzt den Bann gegen Union. „Das wusste ich jedenfalls nicht“, sagt Beine – und am liebsten will er das auch gar nicht gehört haben. Den Spielplan hat der VfB-Coach mit Wohlwollen wahrgenommen: „Ich freue mich, dass wir mit einem Heimspiel starten, der Rest ist eigentlich egal. Wir müssen eh gegen jeden spielen“, sagt der Trainer. Mit dem Auftakt gegen den SC, den er wie den ASV Süchteln als Gegner des dritten Spieltags zu den oben anzusiedelnden Teams zählt, sowie dem Derby bei Duisburg 08 am zweiten Spieltag hat es der Auftakt jedenfalls gleich in sich für den VfB. Am achten Spieltag empfängt der VfB dann mit dem Mitabsteiger SV Biemenhorst Beines Ex-Klub aus der letztjährigen Hinrunde in der Oberliga. „Noch mehr freue ich mich aber auf die Gocher“, blickt der VfB-Coach schon vorfreudig auf den 13. Spieltag, wenn es am 13. November zur Viktoria geht, die Beine vor einem Jahr in die Landesliga geführt hatte. „Wir haben immer noch eine sehr gut funktionierende Whatsapp-Gruppe, in der auch gleich der Spieltermin besprochen wurde“, freut sich Beine auf ein Wiedersehen mit vielen alten Freunden. Dass das Spiel Freitagabends um 20 Uhr stattfinden wird, liegt aber nicht etwa daran, dass im Anschluss noch gemeinsam gefeiert werden soll. „Die Gocher spielen immer gerne Freitagabends“, verrät der ehemalige Viktoria-Coach.
Das wird bestimmt eine schöne Kulisse.
Mustafa Öztürk, Trainer des DFV 08, zum Derby gegen den VfB
Am vorletzten Hinrunden-Spieltag kommt es zum Heimspiel gegen den 1. FC Kleve, der als Homberger Gegner beim zurückliegenden Saisonfinale gemeinsam mit dem VfB den Gang in die Landesliga hinnehmen musste. Wer weiß, um was es im Duell der beiden Absteiger im vorletzten Duell der neuen Saison am Bresserberg gehen wird. Fest steht, dass am für den 2. August geplanten Test gegen den VfB Speldorf festgehalten werden kann. Später als am letzten Spieltag hätten die beiden Liga-Konkurrenten in der anstehenden Saison nicht aufeinander treffen können.

Beim Aufsteiger Duisburger FV 08 ist die Freude auf das Derby gegen den VfB am zweiten Spieltag riesengroß. „Das wird bestimmt eine schöne Kulisse“, glaubt der Hochfelder Trainer Mustafa Öztürk, der die Gruppe 1 insgesamt als sportlich anspruchsvoll und interessant bezeichnet. Dafür sorgt auch ein weiteres Nachbarschaftsduell, das gleich zum Auftakt ansteht: Dann muss der Landesliga-Rückkehrer nämlich im Mülheimer Ruhrstadion beim MFC 97 antreten. „Da treffe ich natürlich auf viele Leute, mit denen ich schon zusammengearbeitet habe“, so Mustafa Öztürk. Trainer der Gastgeber ist seit dieser Saison der ehemalige Sportliche Leiter des DFV 08, Ömer Özmen.
Auch die Hochfelder haben ihr Vorbereitungsprogramm kurzfristig geändert, nachdem der für Mittwoch geplante Test gegen die TuS Mündelheim ausgefallen ist. Nun wird am Samstag um 16 Uhr beim Oberligisten VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler gespielt.
Die Paarungen: 16. August: VfB Homberg – Union Nettetal, Rheinland Hamborn – Viktoria Goch, Mülheimer FC 97 – Duisburger FV 08; 23. August: DFV 08 – VfB, VSF Amern – Rheinland; 30. August: VfB – ASV Süchteln, Rheinland – Victoria Mennrath, SV Budberg – DFV 08; 6. September: DFV 08 – VfL Rhede, MFC 97 – VfB, 1. FC Kleve – Rheinland; 13. September: Rheinland – VfB Speldorf, 1. FC Lintfort – VfB, SV Biemenhorst – DFV 08; 20. September: VfB – Budberg, DFV 08 – Sportfreunde Neuwerk, Nettetal – Rheinland; 27. September: Rheinland – DFV 08, Rhede – VfB; 4. Oktober: VfB – Biemenhorst, DFV 08 – VfB Bottrop, Süchteln – Rheinland; 11. Oktober: Rheinland – MFC 97, Neuwerk – VfB, Arminia Klosterhardt – DFV 08; 18. Oktober: VfB – Rheinland, DFV 08 – Goch; 25. Oktober: Rheinland – Budberg, Bottrop – VfB, Amern – DFV 08; 8. November: VfB – Klosterhardt, DFV 08 – Mennrath, Rhede – Rheinland; 13. November: Goch – VfB; 15. November: Rheinland – Biemenhorst, Kleve – DFV 08; 29. November: VfB – Amern, DFV 08 – Speldorf, Neuwerk – Rheinland; 4. Dezember: Mennrath – VfB; 6. Dezember: Lintfort – Rheinland, Nettetal – DFV 08; 13. Dezember: VfB – Kleve, Rheinland – Bottrop, Lintfort – DFV 08; 20. Dezember: DFV 08 – Süchteln, Speldorf – VfB, Klosterhardt – Rheinland.



