Da ist noch eine Rechnung offen. Am 6. Juni, die American Football League of Europe erlebte gerade den dritten Spieltag ihrer Geschichte, gastierte Rhein Fire zum vermeintlichen Top-Duell der neuen Liga bei den Vienna Vikings in der österreichischen Hauptstadt und musste sich eine deutliche 10:24-Niederlage abholen. Die Augenhöhe war an jenem Tag überschaubar. Die Wiener haben inzwischen mit insgesamt sieben Siegen unterstrichen, dass sie das Maß der Dinge in der AFLE sind, aber auch das Duisburg-Düsseldorfer Konstrukt hat seitdem alles gewonnen, weshalb vor dem Rückspiel am Samstag (17.10 Uhr) in der Schauinsland-Reisen-Arena ein Hauch von vorweggenommenem Finale in der Luft hängt.
„Abwarten, wir wollen einen Schritt nach dem anderen machen“, sagt Rhein Fires Geschäftsführer Daniel Thywissen. Aber natürlich strahlt er Optimismus aus, weil die Weinroten zuletzt ihre Leistungen stabilisiert haben und der Abstand zu den Vikings längst nicht mehr so eindeutig wie im Hinspiel sein sollte. Seine Erwartung: „Ich glaube, das wird ein Nailbiter.“ Wenn die Nägel am Ende abgekaut sind und Rhein Fire den Sieg in der Tasche hat, sollte das passen.
Ein großes Thema waren in dieser Saison bislang die Zuschauerzahlen. Beim jüngsten 48:7-Kantersieg gegen die Wroclaw Panthers passierten 5008 Footballfans die Stadiontore, was tatsächlich den Bestwert des Jahres markierte. Dieser soll nun gegen Wien zwingend überboten werden. „Ich hoffe, dass dann auf jeden Fall die 6 vorne stehen wird. Darauf deutet auch der Kartenvorverkauf schon hin“, sagt Daniel Thywissen, der davon ausgeht, dass der im Vergleich zu manchen anderen bisherigen Spielen deutlich höhere sportliche Stellenwert die zuvor fortgebliebenen Anhängerinnen und Anhänger zur verstärkten Rückkehr in die Arena motiviert. Diese sollen dann helfen, mit ihrer wieder gesteigerten Lautstärke die Spielzugplanung der Gäste akustisch zu erschweren.
Ein neues Gesicht ist aufseiten der Hausherren auch dabei. Der kanadische Safety Patrick Burke ersetzt seinen aus privaten Gründen in der Heimat gebliebenen Landsmann Justin Howell.
T. K.


