Seit Donnerstag wird an der Regattabahn im Duisburger Sportpark gerudert. Vier Tage lang treten U23-Männer und -Frauen aus der ganzen Welt in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Vom Einzel über Doppel bis zum Vierer und Achter. Auch eine Mixed-Disziplin ist dabei. 50 Nationen kämpfen um Medaillen.
Es ist die 22. jährliche Austragung der Weltmeisterschaft für diese Altersklasse, die seit 2005 vom Weltruderverband veranstaltet wird. Im Vorjahr fand sie im polnischen Posen statt. Nun steigt die WM an der fast 2,2 Kilometer langen Wettkampfstrecke in Neudorf, an der schon zahlreiche Wettbewerbe stattgefunden haben.
Wer sich das Spektakel anschauen möchte, kann sich noch Tickets besorgen. Die Ränge waren am Freitag noch etwas luftig, dafür war die Stimmung aber sehr gut. „Wir sind bislang zufrieden und stolz, wie die Veranstaltung abläuft. Am Wochenende werden es mit Sicherheit noch mehr Zuschauer. Dann geht es auch in die spannende Phase“, versprachen die Veranstalter. Die Rennen steigen meist relativ früh, so begann das erste am Donnerstag bereits um neun Uhr morgens.

Am Mittwochabend wurde die Weltmeisterschaft eröffnet, ehe der Ernst am nächsten Morgen mit der Eliminierungsrunde im Einer begann. „Wir sind grundsätzlich zufrieden. Die Zuschauer haben gute Laune und geben positives Feedback. Sie machen Stimmung und lassen sich auch nicht vom Wetter beeinflussen“, sagte einer der Organisatoren. Ein deutscher Zuschauer lobte die jungen Rudertalente und hob ihren Einsatz hervor: „Ich bin begeistert von den Ruderern und Ruderinnen, die sich dieser Aufgabe stellen können. Die haben auf jeden Fall meinen Respekt.“ Und auch sonst machen die Zuschauer auf den Rängen Stimmung, sei es mit Jubel, Gesängen oder Tröten. Es kommt WM-Atmosphäre auf.
Rennen wurden vorverlegt
Das Wetter hat bis Freitag mitgehalten. Am Samstag sind allerdings Unwetter vorhergesagt, weshalb einzelne Rennen, die ursprünglich an dem Tag stattfinden sollen, einen Tag nach vorne verschoben wurden. „Wann Rennen abgesagt oder verlegt werden, entscheidet immer der Veranstalter“, hieß es von einem freiwilligen Mitarbeiter. „World Rowing wird weiterhin die Vorhersagen beobachten und wenn nötig weitere Änderungen im Programm vornehmen“, schrieb der Veranstalter in einem offiziellen Brief.

Während es für die Deutschen sportlich am Donnerstag und Freitag noch nicht gut aussah, strahlten am ersten Tag besonders die Griechen, die in acht Disziplinen gewannen. Die US-Amerikaner und Briten kamen auf sechs Siege, die Australier siegten fünfmal. Die deutschen Ruderer und Ruderinnen gewannen in vier Rennen. Im Leichtgewicht-Einzel der Frauen, dem Leichtgewicht-Doppel der Männer und sowohl beim Doppel als auch beim Vierer der Männer holten die Deutschen die Goldmedaille.
Am Freitag verteilten sich die Siege stark. Großbritannien und Italien haben mit jeweils vier Siegen die meisten an dem Tag geholt. Deutschland musste sich mit einem Sieg zufrieden geben. Am Wochenende finden dann die Finals in allen Disziplinen statt. Außerdem kommt die Mixed-Disziplin, bei der Frauen und Männer zusammen rudern, noch dazu.
Der Zeitplan
Die ersten Medaillenentscheidungen der Titelkämpfe stehen am Samstag auf dem Programm. Die Rennen beginnen um 9.05 Uhr, die erste von insgesamt zehn Entscheidungen fällt um 10 Uhr im Para-Einer der Frauen. In den Finalrennen am Vormittag sind auch vier Boote des Deutschen Ruderverbandes vertreten. Am Sonntag beginnt der Wettkampftag um 9.05 Uhr, zehn weitere Weltmeistertitel werden vergeben.


