Mit einem deutlichen 62:6 (14:0, 27:6, 14:0, 7:0)-Erfolg setzte sich Rhein Fire in der American Football League Europe beim völlig überforderten Gastgeber Paris Lights durch. Dabei gelang den Rheinländern das Kunststück, jeden Ballbesitz tatsächlich in einen Touchdown zu verwandeln. Kicker Sebastian van Santen steuerte sechs von sieben möglichen Extrapunkten bei. Damit untermauerte Rhein Fire die Ambitionen, als Spitzenreiter der Nord/West-Gruppe ins Play-off zu gehen.

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Zwar ist zu berücksichtigen, dass bei den Gastgebern einige Positionen neu besetzt wurden, einige Spieler neu im Kader sind. Zudem haben die Paris Lights seit einigen Wochen einen neuen Head Coach. Doch entschuldigt das alles nicht die vielen Freiräume, die Fires Offensivspieler Jonathan Scott und Kaylon Geiger vor der Pause genossen und für die ersten vier Touchdowns nutzten.

Lediglich zu Beginn des zweiten Quarters gab es einen kleinen Hoffnungsfunken für die Gastgeber, als Paris mit einigen guten Läufen tatsächlich in die Endzone von Rhein Fire kam und einen Touchdown erzielte. Bei diesem Angriff war die ansonsten sehr aufmerksame Fire-Defensive einfach zu weit weg von ihren Gegenspielern und offenbarte zu viel Platz. Die schnelle klare Führung hatte da vielleicht etwas trügerische Sicherheit gegeben.

Kläglich gescheitert

Doch nutzten die Gastgeber dieses Momentum nicht. Stattdessen standen sie sich zu oft selbst im Weg – wie vor dem möglichen Extrapunkt: Da schlug nach dem Touchdown ein Pariser Verteidiger mit der Faust gegen Tyrone Alexanders Helm. Die Referees studierten die Szene minutenlang am Videomonitor, disqualifizierten schließlich den Übeltäter und verhängten 15 Yard Raumverlust für den Kick zum Extrapunkt. Der Versuch der Franzosen, stattdessen in die Endzone zu gelangen und zwei Punkte zu erobern, scheiterte kläglich.

Während Rhein Fire weiterhin jeden Ballbesitz in Zählbares verwandelte, brachte Paris herzlich wenig zustande. Immer wieder konnten die Verteidiger, allen voran Oscar Balzer, Remy Feltes oder auch Diego Paz, den neuen und nach der Pause auch den alten Quarterback von Paris unter Druck setzen und damit das Offensivspiel der Gastgeber unterbinden.

Rhein Fire nutzte die klare Überlegenheit und gab den Ergänzungsspielern ihre verdienten Einsatzzeiten. Da zeigte sich, dass die Bank der Rheinländer mit deutlich besserem Personal besetzt ist als die von Paris. Besonders auffällig präsentierte sich Giacomo de Pauli. Dem Runningback gelangen viele imposante Läufe, mit denen er letztlich half, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Auch Wide Receiver Joshua Scott, Bruder von Jonathan Scott, zeigte dem Trainergespann, dass er definitiv eine Alternative auf dieser Position ist. Nach dieser Leistung sollte am kommenden Samstag im Heimspiel um 18 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg gegen das Schlusslicht Alpine Rams die Position an der Ligaspitze weiter gefestigt werden.