Viel besser kann eine Generalprobe wohl nicht laufen. Eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt mit dem Niederrheinpokalspiel gegen Blau-Weiß Dingden machten es die Kicker des VfB Homberg im letzten Test noch einmal richtig deutlich – und das gegen einen „Klassenkameraden“ in der kommenden Landesliga-Saison. Mit 6:2 schickten die Homberger den VfB Speldorf aus dem PCC-Stadion zurück nach Mülheim – bereits zur Pause hatten es die Gastgeber bei zwei Gegentreffern schon fünfmal klingeln lassen. „Es war wichtig, zu gewinnen und auch klar zu gewinnen, um einfach Erfolgserlebnisse für den Start mitzunehmen“, hofft Coach Daniel Beine, dass seine Kicker den Schwung mit in das anstehende Pokalspiel gegen den Oberligisten nehmen können.

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Abheben ist jetzt am Rheindeich nach dem deutlichen Erfolg gegen den Ligarivalen aber nicht angesagt. „Wir ordnen das richtig ein und werden an den Fehlern, die wir gemacht haben, in der Woche noch feilen“, sagt Beine. „Wir müssen noch ein bisschen an dem defensiven Gedanken arbeiten. Da müssen wir noch etwas stärker werden. Offensiv läuft es schon sehr gut, da kommen wir immer wieder in etliche Abschlusssituationen.“

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Das galt am Sonntag vor allem für die erste Halbzeit. Auch bedingt durch den Ausfall von Linksverteidiger Justin Walker, den Beine nach 14 Minuten wegen eines Ziehens im Oberschenkel vorsichtshalber vom Feld nahm, habe sein Team, das defensiv ohnehin wenig Optionen habe, „sich ein paar Minuten finden müssen“, so der Coach. „In der ersten Halbzeit hatten beide Seiten viele Chancen, da waren wir defensiv in einigen Situationen etwas unsortiert. Aber offensiv haben wir sehr gut und zielstrebig agiert.“

Und effektiver als die Speldorfer, bei denen nur Bennet Schlie Kapital aus den Chancen schlug und den frühen Führungstreffer von Timo Dapprich (11.) sechs Minuten später ausglich, waren die Homberger auch. Zwei Minuten später sorgte der genesene Razmik Khurshudyan wieder für die Homberger Führung. Bis zur 33. Minute schraubten Marcio Blank mit einem Doppelpack (22., 27.) und Rashad Ouro-Akpo das Ergebnis auf 5:1 in die Höhe, ehe der Ex-Homberger Bryan Asagwara den zweiten Treffer für die Truppe des ehemaligen VfB-Kickers Martin Hauffe erzielte (36.).

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Nach dem Torspektakel bis zur Pause zeigte die Mannschaft von Daniel Beine im zweiten Durchgang dann aber, dass sie es auch anders kann. „Da hatten wir eine bessere Struktur, haben weniger Chancen zugelassen, hatten viel Ballbesitz und haben das Spiel runtergespielt“, konnte der neue Homberger Cheftrainer verfolgen, wie seine Mannschaft nichts mehr anbrennen ließ. Den Schlusspunkt setzte dann Emir Demiri in der 76. Minute. Wenngleich es ein Strafstoß war, konnte sich somit der nächste Angreifer in die Torschützenliste beim VfB eintragen. So haben aus der Offensiv-Abteilung nur die anfangs angeschlagenen Julian Bode, dem Beine „ein sehr gutes Spiel“ attestierte, und Berkan Bartu, der aber bereits als Vorbereiter glänzte, bislang noch nicht getroffen.