Niederlagen sind selten schön, auch nicht in der Saisonvorbereitung. Doch Frank Petrozza nimmt einige positive Eindrücke mit, nachdem der Eishockey-Oberligist EV Duisburg auch den zweiten Test gegen den Herforder EV, diesmal in Ostwestfalen, mit 3:4 (1:0, 1:4, 1:0) verloren hat. Denn: Die Füchse machten über weite Strecken ein starkes Spiel, dominierten die ersten 25 Minuten und dann auch die Schlussphase – und das trotz vieler Ausfälle. „Das erste und das letzte Drittel waren wirklich gut. Im zweiten Abschnitt hatten wir einige Breakdowns“, erklärte Füchse-Coach Frank Petrozza. „Entscheidend ist, dass wir trotz der Probleme und trotz eines 2:4-Rückstands zur zweiten Pause Herz gezeigt haben. Keiner hat das Spiel verloren gegeben. Und darauf kommt es an.“

Entscheidend ist, dass wir trotz der Probleme und trotz eines 2:4-Rückstands zur zweiten Pause Herz gezeigt haben. 

Frank Petrozza, Trainer der Füchse Duisburg

Nachdem Duisburgs Spielmacher Sandis Zolmanis bereits zu Beginn des zweiten Drittels im ersten Spiel gegen Herford am Freitagabend ausgefallen war, musste der Lette freilich auch am Sonntag passen. Er hatte sich das Bein verdreht. So etwas kann böse enden. Doch mit viel „Auf-Holz-Klopfen“ und Hoffnung in der Stimme deuten die Füchse zaghaft an, dass Hoffnung besteht, dass nichts oder zumindest nichts Schlimmes passiert ist. „Am Montag wissen wir mehr“, sagt Petrozza. Zum Wochenstart steht die entscheidende Untersuchung an. Außerdem könnte sich im Laufe der Woche auch personell etwas tun.

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Neben Sandis Zolmanis und dem langzeitverletzten Martin Schymainski fehlten wie schon am Freitag absprachegemäß die Iserlohner Förderlizenzspieler, die beim DEL-Team zum Einsatz kamen. Was Bence Farkas, Daniel Geiger und auch Gordejs Radionovs leisten können, hatte das sauerländische Trio beim Sieg gegen Heilbronn angedeutet. Doch: Auch die Kölner Youngster machten ihren Job hervorragend, setzten den Gegner immer wieder durch sehr flinkes Forechecking unter Druck. Und genau das bereitete den Ice Dragons am Sonntagnachmittag im ersten Drittel Probleme. Das nutzte Michael Fomin in der siebten Minute zum Führungstreffer, als er einen Rebound zum 1:0 verwandelte. Nur 30 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Luis Üffing auf 2:0. Doch mit dem Herforder Anschlusstreffer in der 26. Minute verloren die Füchse den Faden und Herford zog auf 4:2 davon. Im letzten Abschnitt erhöhte der EVD den Druck immer weiter und verkürzte durch Michél Ackers auf 3:4 (54.). Die Gäste kämpften um den Ausgleich, doch ein weiterer Treffer gelang nicht mehr.

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Nun gilt es, für „Sancho“ Zolmanis die Daumen zu drücken. Am Freitag (19.30 Uhr) spielen die Füchse bei den Heilbronner Falken, ehe sie am Sonntag, 6. September, um 18.30 Uhr die Hammer Eisbären zum nächsten Test erwarten.

Die Statistik:

Tore: 0:1 (6:41) Fomin (Fürst), 0:2 (20:30) Üffing (Saccomani, Sanche), 1:2 (25:49) Mastic (Kanya, Berezovskij), 2:2 (32:07) D‘Aoust (Pierson/5-4), 3:2 (35:22) Jelavic (Pierson, van Leyen), 4:2 (38:00) van Leyen (Banach, Kanya), 4:3 (53:53) Ackers (5-4).

Strafen: Herford 10, Duisburg 12.

Zuschauer: 754.