Die Zuschauerzahlen waren eine Katastrophe. Nicht aus Sicht anderer Clubs in der American Football League Europe – aber aus Sicht von Rhein Fire. In der inzwischen zusammengebrochenen European League of Football (ELF) hatten die Duisburger Footballer einen fünfstelligen Zuschauerschnitt, nun lag der Besuch mehr oder weniger bei rund 5000 Fans, mit einem Ausreißer Richtung 6000. „Außerdem sind unsere Sponsoreneinnahmen deutlich zurückgegangen“, wie Fire-Geschäftsführer Daniel Thywissen erklärte. Das heißt in Summe: Eine Insolvenz wäre in einiger Zeit eine drohende Gefahr gewesen. Nun hat aber die AFLE verkündet, dass die Liga als Mehrheitseigner bei Rhein Fire einsteigt, um genau dieses Szenario zu verhindern.
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Diese Entscheidung sei Teil des AFLE-Stabilisierungsplans, wie die Liga in ihrer Mitteilung verkündet. Das Ganze resultiere aus einer „akuten finanziellen Notlage, um eine Insolvenz zu verhindern“. Damit sichere und stabilisiere die Liga eine der wichtigsten Franchises im europäischen Football. „Diese Entscheidung unterstreicht die Gründungsphilosophie der AFLE, ihren Franchises in herausfordernden Momenten zur Seite zu stehen“, erklärt die AFLE. Rhein Fire gehe nun aus einer Position der finanziellen und operativen Stabilität in die Pause, nachdem die Duisburger Footballer im Halbfinale an den Wroclaw Panthers gescheitert waren. Fire verpasste damit den Gold Bowl, also das Play-off-Finale im eigenen Stadion. Am 6. September treffen die Polen im Endspiel in Duisburg auf die Vienna Vikings.
Alles zu Rhein Fire:
Die bisherigen Gesellschafter bleiben an Bord – wohl auch einschließlich derer, die sich gegen Ende des Jahres 2025 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatten. „Der Einstieg der Liga als Mehrheitseigner erfolgt durch eine Kapitalerhöhung“, wie Thywissen auf Nachfrage bestätigte. Auch in Zukunft wolle und werde Rhein Fire um die Meisterschaft mitspielen wollen. Etwaige personelle Veränderungen auf und neben dem Platz werden nach der Saisonanalyse vorgenommen. Einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Einstiegs der Liga bei Rhein Fire und dem Ausscheiden im Halbfinale, gebe es übrigens nicht. „Das war lange vorbereitet und stand bereits vor dem Kick-off in Oberhausen fest“, so Thywissen.
Die Liga betont derweil die Wichtigkeit Duisburgs für die AFLE. Die Schauinsland-Reisen-Arena sei eines der „Flaggschiffe“ der American Football League Europe.



