In den 1980ern und 1990ern gab es eine Sache, an der die Fans einen – zumeist ausländischen – Neuzugang, der während der Saison zum Team stieß, maßen. Steigt er aus dem Flugzeug auf die Eisfläche und macht aus dem Stand ein gutes Spiel? Nun ist Santeri Haarala nicht gerade erst aus dem Flieger ausgestiegen, doch gleich in seinem ersten Spiel für die Füchse erzielte der finnische Stürmer nach nur gut drei Minuten seinen ersten Treffer für den Eishockey-Oberligisten EV Duisburg. So sorgt man für gute laune bei den schwarz-roten Fans. Tatsächlich bot sein Team trotz zahlreicher Ausfälle ein wirklich gutes Testspiel bei den Hammer Eisbären, verlor letztlich aber mit 3:5 (1:0, 1:2, 1:3). Bereits am Samstag (17 Uhr, Alleato-Arena) bestreiten die Füchse ihr finales Vorbereitungsspiel gegen den französischen Zweitligisten Corsaires de Dunkerque.
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Es war praktisch die erste Duisburger Großchance der Partie: Santeri Haarala spielte einen Doppelpass mit Philippe Sanche und schon stand es 1:0 für die Gäste im Maxipark. In der elften Minute hätte es gut und gerne 2:0 stehen können, doch Verteidiger Fabio Frick war im Slot offenbar überrascht, derart frei zu stehen, sodass sein Abschluss etwas unentschlossen wirkte. Auch Daniel Geiger hatte den zweiten Duisburger Treffer auf dem Schläger. Die größte Gefahr seitens der Eisbären ging von den beiden Ex-Füchsen Linus und Pontus Wernerson Libäck aus.
Die schwedischen Zwillinge waren es auch, die das Spiel im Mitteldrittel kurzzeitig drehten. Dabei war der Ausgleich durchaus umstritten, denn EVD-Kapitän Nicklas Mannes reklamierte vehement, und auch durchaus zurecht, dass er Sekunden vor dem 1:1 gefoult worden war. Es hagelte mal wieder Strafzeiten, nur eben in dieser Situation nicht. Torschütze war Linus Wernerson Libäck – wie auch knapp drei Minuten später, als er in Unterzahl auf 2:1 für Hamm stellte. Frick hatte offenbar den Schweden aus den Augen verloren und war daher in der Rückwärtsbewegung zu langsam. Die Füchse reparierten den Fauxpas aber innerhalb von 39 Sekunden: Michael Fomin traf im verbliebenen Powerplay zum 2:2. Danach hätte Fomin ebenfalls in Unterzahl treffen können, doch Ex-EVD-Torhüter Julius Schulte parierte diese Chance. Apropos Torhüter: Nico Wiens legte ein rund herum überzeugendes Spiel hin und parierte einige Hammer Hochkaräter.
In die Kategorie umstritten fiel auch das dritte Hammer Tor, als der Puck mit „Schmackes“ an die Maske von Nico Wiens donnerte, die Unparteiischen aber weiterlaufen ließen und Florian Renner zum 3:2 einnetzte. Die Füchse machten fortan Druck, handelten sich aber das 2:4 ein. Daniel Geiger sorgten noch einmal für Spannung, doch per Empty-Netter packte Hamm den Deckel auf eine Partie, die hinten heraus immer nickeliger wurde.
Die Statistik:
Tore: 0:1 (3:18) Haarala (Sanche, Frick), 1:1 (26:39) Linus Wernerson Libäck (Pontus Wernerson Libäck/4-4), 2:1 (29:07) Linus Wernerson Libäck (Pontus Wernerson Libäck/4-5), 2:2 (29:46) Fomin (Mannes, Saccomani/5-4), 3:2 (42:376) Renner (Ishmael), 4:2 (53:53) Laylin (Dotter, Schreiber), 4:3 (55:23) Geiger (Farkas, Radionovs), 5:3 (Linus Wernerson Libäck (Pontus Wernerson Libäck, Chyzowski/ENG).
Strafen: Hamm 14, Duisburg 12.
Zuschauer: 673.



