Die Männer aus dem „Handballdorf“ kommen. So nennt sich in den vereinseigenen Medien das Team des Handball-Regionalligisten HC Weiden 2018. Wie viele Einwohner der Ortsteil von Würselen in der Region Aachen genau hat, lässt sich mangels heruntergebrochener Einzelstatistik nicht sagen, aber dafür ganz offenbar, dass die dort lebenden Menschen stolz auf den ländlichen Charakter ihrer Heimat sind. Das konnten sie in der vergangenen Saison auch auf ihren Verein sein, der in der vierthöchsten Spielklasse als Tabellendritter und damit hauchdünn besser als der punktgleiche OSC Rheinhausen abschnitt. Im aktuellen Ranking stehen die beiden Klubs, die am Samstag um 19.15 Uhr in der Halle an der Krefelder Straße aufeinandertreffen, allerdings ein gutes Stück auseinander.
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Das Mantra aller im Sport tätigen Trainerinnen und Trainer gilt zweifelsohne auch für das OSC-Duo Nico Biermann/Sascha Wistuba: Der erste Tabellenplatz nach zwei Spieltagen geht als nette Momentaufnahme durch, hat aber noch keine Aussagekraft. „Die Stimmung ist gut und natürlich wäre es toll, mit 6:0 Punkten zu starten“, sagt Sascha Wistuba. Die Rheinhauser haben mit dem deutlichen 33:24 gegen Unitas Haan losgelegt und dann am vergangenen Wochenende einen 28:23-Sieg bei Aufsteiger SG Langenfeld gelandet. Damit stehen sie aufgrund der besseren Tordifferenz vor den ebenfalls zweimal erfolgreichen Borussia Mönchengladbach und TV Korschenbroich.
Die Stimmung ist gut und natürlich wäre es toll, mit 6:0 Punkten zu starten.
Sascha Wistuba, OSC-Trainer
Der HCW aus dem „Handballdorf“ hingegen ist bislang hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Der Auftakt in der heimischen „Hölle West“ ging mit 22:23 gegen den TV Aldekerk knapp daneben, es folgte eine schon recht derbe 27:37-Niederlage bei OSC-Auftaktgegner Haan. Sascha Wistuba ist freilich weit davon entfernt, aus diesem Ergebnis irgendeine Milchbubenrechnung zu formulieren: „Wir haben das Video von diesem Spiel gesehen, Weiden hat da einfach einen rabenschwarzen Tag erwischt. Insgesamt ist das eine Mannschaft, die natürlich vor dieser Saison einen Umbruch hatte, aber immer noch über einige Leistungsträger aus dem Vorjahr verfügt.“
HCW-Coach Marc Schlingensief hat als Devise ausgegeben, man müsse „schnellstmöglich den Turnaround schaffen“. Es liegt in der Natur der Sache, dass die OSC-Verantwortlichen den Mittelrheinern dafür ab der kommenden Woche alles Gute wünschen, in eigener Halle aber den nächsten Sieg einfahren wollen. „Wir hatten ein paar erkrankte Spieler, das war nicht ganz optimal, aber ich hoffe, dass sich das bis Samstag erledigt hat“, so Sascha Wistuba. Das größte Fragezeichen steht diesbezüglich hinter Noah Adrian. Sicher fehlen wird nur der weiterhin an einer Fußverletzung laborierende Jan Schindler.



