Und plötzlich sind Dinge wie Sieg oder Niederlage, Fragen der Taktik und der Spielidee völlig gleichgültig. Im Alter von nur 58 Jahren ist Peter Bos plötzlich und unerwartet verstorben. Der Vater von Anne und Sophie Bos, die für den Hockey-Zweitligisten Club Raffelberg spielen, war dabei weit über die Grenzen seines eigenen Heimatvereins, des HC Essen 99, im Hockey bekannt. Als Finanzvorstand war er auch für den Westdeutschen Hockey-Verband tätig. „Jeder kannte ihn, jeder mochte ihn“, kann es CR-Trainerin Susi Wollschläger noch immer nicht fassen.
„Peter war ein Mensch voller Lebensfreude. Er war gesellig, herzlich und immer da, wenn man ihn brauchte. Wer mit ihm zusammenarbeitete, erlebte einen Kollegen, auf den man sich jederzeit verlassen konnte. Seine Loyalität gegenüber dem Verband, dem HCE und den Menschen im Hockey war nie eine Frage, sie war selbstverständlich“, schreibt der WHV in seinem Nachruf. Ob seine Töchter am Wochenende spielen wollen und werden, überlässt die Trainerin den beiden komplett. „Wenn sie da sind, sind wir für sie da, wenn sie aber Zeit brauchen, und wenn es sechs Wochen sind, ist das genauso in Ordnung.“
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Trotz dieses Schocks versucht die Trainerin ihre Mannschaft auf die wichtigen sportlichen Aufgaben des Wochenendes vorzubereiten. Am Samstag (14 Uhr) ist der Bonner THV am Kalkweg zu Gast, tags darauf geht es zum RTHC Bayer Leverkusen, Spielbeginn dort ist um 12 Uhr. „Unser Ziel ist es, drei bis sechs Punkte zu erreichen“, sagt die Trainerin.
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Auch den Raffelberger Zweitliga-Herren steht ein richtungsweisendes Spiel bevor, wenn sie am Samstag (16.30 Uhr) daheim gegen den Bremer HC ran müssen. Beide Mannschaften sind aktuell punktgleich. Die Mannschaft, die diese Partie gewinnt, kann sich zunächst einmal in Richtung oberes Mittelfeld orientieren. „Bremen ist Aufsteiger und hat sich wirklich gut mit ausländischen Spielern verstärkt“, sagt CR-Trainer Tim Leusmann, der den Gegner via Video studiert hat. Allerdings ist das Spiel der Hanseaten auch wirklich stark auf Julián Jiménez Jaurechi, Sachin Padayachee und Randal Stefton Elisha Govender ausgerichtet. „Wir müssen diese Spieler zustellen“, sagt der Coach.
Während sich Felix Weber mit Rückenproblemen herumplagt und auch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Arne Kill steht, kann René Kramhöller wohl spielen. Mats Langhanki, der zuletzt nicht trainieren konnte, wird wohl ebenfalls gegen Bremen auflaufen können.



