Miquel Vila dachte noch einmal an die Vorwoche zurück. „Ich glaube, das war für die Zuschauer diesmal ein bisschen unterhaltsamer“, meinte der Spielertrainer des Rollhockey-Bundesligisten RESG Walsum augenzwinkernd beim Vergleich der 0:3-Auftaktniederlage seines Teams gegen Germania Herringen mit dem nun folgenden 7:6 (1:3)-Auswärtserfolg bei der IGR Remscheid.
Aus seiner eigenen Perspektive hätte gerade die Schlussphase etwas torärmer und damit nervenschonender ausfallen können. Da mussten sich die Roten Teufel nämlich noch mit Ganzkörpereinsatz in einige Torschüsse der Bergischen werfen und holten sich dabei zweifelsohne ein paar blaue Flecken ab. „Die drei Punkte waren das wert“, resümierte Miquel Vila mit einem Schmunzeln.
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Zur Pause waren diese Zähler noch etwas weiter entfernt. Remscheid war schon nach 49 Sekunden durch Henry Kulmer in Führung gegangen und legte das 2:0 durch Joel Halek (20.) nach, ehe Florian Keil den ersten Walsumer Saisontreffer erzielte (21.). Sieben Sekunden vor der Sirene stellte aber Kulmer den alten Abstand wieder her. „Die erste Halbzeit war gar nicht schlecht, aber nach dem Wechsel hat es dann besser geklappt“, so Miquel Vila. Auch Keeper Pau Nuevo agierte nun – wenngleich er mehr Tore kassierte als in Durchgang eins – eher auf gewohntem Niveau.
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Innerhalb von fünf Minuten drehte die RESG das Spiel nun komplett. Dem Anschluss durch Sebastian Haas (32.) folgte ein Doppelschlag von Mattia Hackel, für den er nur 31 Sekunden brauchte (35.). Miquel Vila legte das 5:3 nach (37.) und beantwortete den zweiten Gegentreffer durch Halek, indem er einen eigenen Doppelpack schnürte (41.). Mit dem 7:3 durch Hackel (43.) schien alles gelaufen, doch die Hausherren kamen durch Haleks Penaltytor nach dem zehnten RESG-Teamfoul (45.) und einen von Eric Krämer abgeschlossenen Konter (46.) noch einmal gefährlich nah heran. Letztlich brachten die Walsumer den ersten Sieg aber über die Zeit. Am kommenden Samstag geht es bei Schlusslicht RHC Recklinghausen weiter.
T. K.



