Elias Nosnik fasst sich ein Herz, zieht aus dem Rückraum ab und trifft per Aufsetzer. Das war‘s. Im Gegenzug stellt Marek Tkac den Anschluss wieder her. Den Sieg im Klassiker gegen Spandau 04 Berlin aber lassen sich die Bundesliga-Wasserballer des ASC Duisburg nicht mehr nehmen. „Wir haben gezeigt, dass wir aktuell die etwas bessere Mannschaft sind“, konstatierte Vuk Vuksanovic. Nach dem 12:11 (2:2, 5:4, 1:3, 4:2) ist der ASCD der erste Verfolger von Triple-Gewinner Waspo 98 Hannover, der am übernächsten Samstag, 31. Oktober (16 Uhr), ins Schwimmstadion kommt.

Wir haben gezeigt, dass wir aktuell die etwas bessere Mannschaft sind.

Vuk Vuksanovic, Trainer des ASC Duisburg

Den prestigeträchtigen Erfolg verbuchten die Amateure ohne ihren Kapitän. Robert Gergelyfi hatte sich im Training einen Sehnenriss am kleinen Finger der rechten Hand zugezogen. Sechs Wochen darf der Rumäne nun keinen Ball werfen. „Wir hoffen, dass er zum Conference Cup im Dezember wieder voll einsatzfähig ist“, so Vuksanovic. Das Kapitänsamt übernahm Nationalspieler Philipp Dolff, den freien Kaderplatz der vom DSV 98 zurückgekehrte Moritz Schmidt. Gergelyfis Position im Becken füllte Oskar Halb „sehr gut“ aus, lobte Vuksanovic. Der Coach bescheinigte seinem Team ein „geiles Spiel. Wir waren von Anfang an sehr stabil, haben routiniert agiert.“

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Unmittelbar nach der Halbzeitpause hatte der ASCD eine schwierige Phase zu überstehen. Tobias Bauer und Matej Caraj brachten die Duisburger per Doppelschlag mit 7:8 ins Hintertreffen. „Wichtig war, dass wir da den Fokus nicht verloren haben“, so Vuksanovic: „Im Schlussviertel haben wir dann gezeigt, dass wir stärker sind.“ Lennox Metten steuerte wichtige Treffer bei, bei der Wahl zum Spieler des Tages führte kein Weg an Torhüter Didac Garcia Plana vorbei. Der 20-jährige Spanier wird, wenn er so weitermacht, bald einer der besten Torhüter Europas sein. Den Siegtreffer von Elias Nosnik kommentierte Vuk Vuksanovic so: „Das macht er fantastisch. Er hat den Arsch in der Hose und übernimmt Verantwortung. Wir haben gezeigt, dass wir unser Spiel durch viele Spieler gestalten können und nicht ,nur‘ durch die Haupttorschützen.“

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Am nächsten Wochenende hat der ASCD spielfrei, denn mit dem SV Cannstatt hat er sich darauf verständigt, das Hin- und Rückspiel in einem Schwung am 19. und 20. Dezember in Duisburg zu absolvieren. Mit Blick auf das Duell mit Waspo 98 Hannover sagt Vuksanovic: „Die Jungs sind heiß. Wir haben Zeit, uns vorzubereiten und wollen was anbieten.“

Tore: Lennox Metten (4), Halb (3), Elias Metten, Lema (je 2), Nosnik.

kök