Langsam, aber kontinuierlich schiebt sich der VfB Homberg in der Tabelle der Landesliga-Gruppe 1 nach oben. Durch den 3:2-Derbysieg gegen den bis dahin ungeschlagenen und fünf Zähler entfernten Aufsteiger Rheinland Hamborn haben sich die Kicker vom Rheindeich in die Spitzengruppe befördert. Zu Spitzenreiter VfB Speldorf fehlen vier Punkte, vom Zweiten 1. FC Lintfort trennen die Gelb-Schwarzen drei Zähler, Rheinland und der SV Budberg stehen mit je zwei Punkten mehr vor dem Tabellenfünften. Bevor der VfB seinen aktuellen Lauf von vier Spielen in Folge ohne Niederlage bei einer Ausbeute von zehn Punkten in der Liga fortsetzen kann, steht am Mittwochabend, um 19.30 Uhr auf dem Mittelweg in Rheinberg aber noch eine andere Pflichtaufgabe auf dem Programm. Dann erwartet der TuS Borth die Truppe von Daniel Beine zum Achtelfinal-Duell im Moerser Kreispokal.

Weitere Artikel:

Nach dem Derby ist vor dem Derby, könnte das Motto lauten. Der Charakter gegenüber dem mit über 600 Zuschauern besuchten Spitzenspiel in der Landesliga wird im Nachbarschaftsduell beim B-Ligisten aber freilich weniger brisanter Natur sein. „Mittwoch heißt es einfach nur, eine Runde weiterzukommen. Es gibt da keinen Schönheitspreis im Pokal“, stellt Daniel Beine klar, was er von seiner Truppe beim drei Klassen tiefer kickenden TuS erwartet – wenngleich dieser die Moerser B-Liga mit 24 Punkten und 56 Toren nach neun Spielen aktuell anführt. Zumal die Homberger derzeit einige personelle Probleme beschäftigen, ist davon auszugehen, dass der Favorit mit dem zweiten Anzug auflaufen wird. „Wir haben einige Angeschlagene, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben“, nennt Frank Hildebrandt Spieler wie Jan Wellers, Razmik Khurshudyan und Noah Herrmann, die gegen Rheinland auf die Zähne bissen. „Ich denke, da kannst und musst du nun auch mal den ein oder anderen spielen lassen, der zuletzt weniger Einsatzzeit hatte. Und das ist ja dann auch keine Schwächung“, stellt Hombergs Sportlicher Leiter klar, dass die Homberger ihrer kompletten Kaderbreite vertrauen.

SPORT DU-WEST/Homberg: Fußball-Testspiel, VfB Homberg - Fortuna Düsseldorf II
Applaus fürs Team: Aktuell kann Daniel Beine mit den Leistungen des VfB sehr zufrieden sein.© FUNKE Foto Services | Thomas Gödde

Breite ist in dem Zuge relativ. Durch die Ausfälle der Verteidiger Noah van Lent und Justin Walker musste im Derby erneut Emir Demiri auf der rechten Abwehrseite ran, der eigentlich zur Offensivabteilung zählt. Da diese mit Julian Bode, Joel Preuß und Enes Babayigit ebenfalls drei Ausfälle zu beklagen hatte, stand gegen Rheinland das gesamte verfügbare Angriffs-Personal bereits in der Startelf. Und dieses legte im Lokal-Duell bis zur Pause eine Leistung hin, die den Coach mit der Zunge schnalzen ließ. „Eigentlich würde ich fast sagen, dass wir unsere beste erste Halbzeit der Saison gespielt haben. Da hätten wir auch 3:1 führen können“, war Beine vom Offensivdrang, den vor allem Rashad Ouro-Akpo und Timo Dapprich vorlebten, begeistert. „In der zweiten Halbzeit war es nicht ganz leicht. Die Offensiven haben viel Kraft gelassen bis zur Pause, besonders mit dem Pressing. Und dann haben wir keinen Spieler auf der Bank gehabt, um offensiv wechseln zu können.“

Moerser Kreispokal

Im Andreas-Thiemann-Kreispokal des Kreises Moers stehen am Mittwochabend noch vier weitere Partien ohne Duisburger Beteiligung an: SpVgg Rheurdt-Schaephuysen – GSV Moers, MSV Moers – Borussia Veen, Viktoria Alpen – 1. FC Lintfort, SV Vynen-Marienbaum – TuS Xanten (19.30 Uhr). Am Donnerstag um 20 Uhr empfängt A-Ligist Rumelner TV Bezirksligist TuS Asterlagen. A-Ligist VfL Rheinhausen absolviert am kommenden Dienstag, 27. Oktober, um 20 Uhr, die schwere Aufgabe gegen Landesligist SV Budberg. Komplettiert wird die Runde am 29. Oktober mit der Partie zwischen dem TV Kapellen und dem FC Neukirchen-Vluyn (19.30 Uhr).

Auch aufgrund dieser personellen Engpässe konnte Daniel Beine über so manch erneut versäumte Konterchance, die der Coach beim 1:1 in Neuwerk zuvor noch angemahnt hatte, diesmal hinwegsehen: „Da müssen wir noch etwas klarer sein. Aber ich sehe diesmal nur das Positive. In der Zusammenstellung war das schon wirklich erste Sahne. Und wir sind die ersten, die Rheinland geschlagen haben.“