Eine beeindruckende Serie fand am Sonntag ihr Ende. Neun Spiele in Folge ungeschlagen, als einziges Team der Liga noch ohne Niederlage, 21 Punkte und 25 Tore – diese Bilanz könnte sich bei jedem Fußballteam sehen lassen. Dass ein Aufsteiger mit dieser Bilanz in seine erste Landesliga-Saison der Vereinsgeschichte startet, ist umso bemerkenswerter. Im zehnten Spiel hat es die Kicker von Rheinland Hamborn nun im Derby beim VfB Homberg erwischt. Dabei waren die Gäste bis zur 89. Minute noch auf Kurs, ihre Serie aufrechtzuhalten. Und nach dem 3:2-Treffer von Marcio Blank fehlten in Person von Nuri Kayaoglu in der Nachspielzeit nur wenige Meter, um die erste Niederlage doch noch abzuwenden.

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„Gut, dass der Platz da ein bisschen uneben war. Auf Kunstrasen trifft er den wahrscheinlich richtig“, ist auch Daniel Beine die Schussstärke des Ex-Hombergers durchaus bekannt. So trug der in und von Homberg oft gescholtene Rasen diesmal sogar mit dazu bei, dass der VfB-Coach mit seinem Team als erster Sieger gegen Rheinland in die Saison-Statistik eingeht. Sein Gegenüber nimmt es gelassen. „Es war klar, dass es irgendwann so kommt“, bleibt Fahri Ulutas realistisch. „Wir werden jetzt als Aufsteiger nicht die Ambition haben, die Hinrunde oder was auch immer ohne Niederlage zu beenden“, stellt der Coach und Rheinland-Boss klar. „Aber wir sind trotzdem weiterhin sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf und gucken nach vorne. Einfach von Spiel zu Spiel. Jetzt steht der SV Budberg an, ebenfalls ein sehr guter Gegner, und dann können wir das wieder wettmachen.“

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Genau genommen ist es das nächste Spitzenspiel, das am Samstag um 16 Uhr mit dem Kick gegen den punktgleichen Tabellenvierten im Hamborner Holtkamp auf dem Programm steht. Und dass der Aufsteiger Spitzenspiele bestreitet, reicht als Erfolgsbescheinigung schon aus. „Spitzenspiele sind schön“, lacht Ulutas, „Jetzt geht’s erstmal da oben weiter und dann gucken wir mal.“ Dabei ist dem Trainer freilich bewusst, dass sein Team in Homberg auch dafür hätte sorgen können, den nächsten Top-Gegner am Samstag von ganz oben begrüßen zu dürfen. Statt der alleinigen Tabellenführung stehen die Marxloher somit zwei Zähler hinter Spitzenreiter VfB Speldorf und ebenfalls nur noch zwei vor dem VfB aus Duisburg.

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„Aber dafür bleibt die Liga spannend, Homberg ist jetzt auch wieder oben dran. Dann gucken wir mal, wie das weitergeht“, mögen Ulutas und sein Trainer-Kompagnon Ugur Deniz Aydin durchaus gern noch länger zur Titelmusik mittanzen. Dass sie das Zeug dazu hat, zeigte ihre Truppe auch am Rheindeich. „Kurioserweise verpennen wir nach unserem frühen 1:0 die erste Halbzeit. Da müssen wir schlauer spielen. Wir wollen dann zu schnell das zweite und dann haben wir halt Lücken“, ist Ulutas klar, dass ein spielstarkes Team wie das des Oberligaabsteigers solche Angebote zu nutzen weiß. „Es ist halt auch nicht einfach, in Homberg zu spielen. Aber dann kommen wir sehr wach aus der Kabine und müssen das Spiel aufgrund der zweiten Halbzeit meiner Meinung nach sogar gewinnen“, sah der Rheinland-Boss durchaus die Chancen dazu. „Dann kassieren wir unglücklich das 2:3 – und dann wird es natürlich schwer.“

Die Entstehung des durch eine Kombination von Rashad Ouro-Akpo und Razmik Khurshudyan sehenswert rausgespielten Treffers von Blank nach einem Gegenstoß lässt Ulutas & Co. aber auch mit etwas Stolz nach vorne blicken: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich die Gegner mehr auf uns einstellen und ein Konterspiel gegen uns führen.“ Worte, die im Fußball meistens von Trainern eines Spitzenteams gebraucht werden….