Der Sport kann schnell in den Hintergrund treten. Wie auch die beiden Gegner hatten sich die Handballer des Regionalligisten OSC Rheinhausen auf den Neustart im Rahmen der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gefreut – nun aber hat der Verein mitgeteilt, nach dem Auftaktspiel vom Freitagabend am heutigen Samstag nicht mehr anzutreten. „Hintergrund ist ein medizinischer Zwischenfall im Vorfeld der Partie gegen TuSEM Essen II“, teilte der Verein in einem Statement mit.
Dort heißt es weiter: „Aus Respekt und Gründen des Persönlichkeitsschutzes gibt der OSC Rheinhausen zunächst keine weiteren Einzelheiten bekannt und wird auch keine Rückfragen beantworten. Der OSC wird weitere Informationen veröffentlichen, sobald dies möglich und geboten ist. Der Verein bittet um Verständnis.“
SG Ratingen reagiert verständnisvoll und unterstützend
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Vor diesem Hintergrund tritt das Spiel vom Freitagabend völlig in den Schatten dieser Ereignisse. Die Partie gegen die TuSEM-Reserve ging mit 18:25 (7:13) verloren. Da Zuschauer und Presse zu den Spielen in Düsseldorf nicht zugelassen sind, verblüffte der Blick in den Livestream – denn der OSC lag nach einer Viertelstunde mit 1:10 hinten und hatte dabei nur per Siebenmeter getroffen. Doch die Rheinhauser Mannschaft trat als Einheit und völlig geschlossen auf. Dabei schaffte es das Team von Trainer Thomas Molsner, trotz der geschilderten Umstände auf drei Tore zu verkürzen, ehe die Essener in der Schlussviertelstunde davonzogen.
Der Gegner des nun ausfallenden Samstagspiels, die SG Ratingen, reagierte mit Verständnis und Unterstützung auf die Absage. Der Verein erklärte: „Die SG hat vollstes Verständnis für diese Entscheidung und wünscht alles Gute, viel Kraft sowie beste Genesungswünsche.“
Sportlich wird der Aufstieg nach dem OSC-Verzicht nun am Sonntag zwischen Ratingen und Essen entschieden. Mit Zustimmung beider Vereine wird diese Partie zu einem Entscheidungsspiel, das bei Unentschieden durch Verlängerung und gegebenenfalls per Siebenmeterwerfen entschieden wird. „Ich hoffe auf eine schnelle und vollständige Genesung“, sendet auch Lutz Rohmer, Vorsitzender von Handball Nordrhein, beste Genesungswünsche.



