Eishockey

Niederländische Liga lockt den EVD

Foto: waz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Füchse könnten in der kleinen Liga zusätzlich an den Start gehen.

Ob's in der Duisburger Eissporthalle bald Frikandel Spezial und Vla in den Drittelpausen gibt? Jedenfalls besteht die Möglichkeit, dass der EV Duisburg künftig nicht nur in der Eishockey-Regionalliga an den Start geht, sondern zusätzlich auch in der ersten niederländischen Liga.

„Wir haben eine Anfrage vom niederländischen Verband bekommen”, berichtet EVD-Chef Ralf Pape. „Die Liga dort ist recht klein. Daher sind die Niederländer auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Liga attraktiver zu gestalten. Wir denken ernsthaft darüber nach. Eine Entscheidung könnte in zwei oder drei Wochen fallen.” Einfluss auf die Teilnahme der Füchse und die Ziele in der Regionalliga hat das nicht. „Wir wollen uns dort für die Meisterrunde und die Play-offs qualifzieren. Das steht völlig außer Frage.”

Wie der zusätzliche Einstieg der Füchse in die niederländische Meisterschaft letztlich von statten gehen soll, steht nicht fest, lediglich eines ist klar: „Wenn wir das wirklich machen, werden wir zwei verschiedene Mannschaften aufbieten. Eine für die Regionalliga, eine für die Niederlande.” Zudem soll das Regionalliga-Team über den Stammverein lizenziert werden; das Team in de Eredivisie würde von der (neuen) Füchse GmbH getragen werden.

Was wie ein verspäteter April-Klamauk klingt, hat den Hintergrund, genügend Spiele zu veranstalten. Schließlich hat Pape viel Geld in die Duisburger Eissporthalle investiert. Was für deutsche Teams eher die Ausnahme ist, ist in der österreichischen Liga oder osteuropäischen Spielklassen längst üblich. So nehmen beispielsweise Mannschaften aus Ungarn, Slowenien und Kroatien an der in Österreich beheimateten Profiliga EBEL teil. „Der DEB und die ESBG sind über das Angebot aus den Niederlanden informiert”, so Pape.

In der vergangenen Saison nahmen neun Mannschaften an der Eredivisie teil: Tilburg, Den Haag, Geleen, Nimwegen, Heerenveen, Groningen, Amsterdam, Eindhoven und Utrecht. In zurückliegenden Spielzeiten hatte die Liga auch Gastteams aus Belgien eingebunden. In der höchsten Spielklasse des Königsreichs sind zwölf Ausländer erlaubt. Ob Deutsche für den EVD als „Inländer” gelten würden, ist noch nicht geklärt. the

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (19) Kommentar schreiben