Badminton

Hobbygruppe des BSC Emmerich soll wieder wachsen

Gregor Helmes, Melanie Helmes, Andrea van Bebber sowie Dominik Kerum (von links) vom Vorstand des BSC Emmerich wollen eine Offensive in Richtung Hobby starten. Eine offizielle Mannschaft des Vereins nimmt aktuell nicht am Spielbetrieb teil.

Gregor Helmes, Melanie Helmes, Andrea van Bebber sowie Dominik Kerum (von links) vom Vorstand des BSC Emmerich wollen eine Offensive in Richtung Hobby starten. Eine offizielle Mannschaft des Vereins nimmt aktuell nicht am Spielbetrieb teil.

Foto: Konrad Flintrop

Emmerich.   Der BSC Emmerich schlägt Alarm: Die einst beliebte und stark frequentierte Abteilung steht vor dem Aus. Vorstand startet einen Rettungsversuch.

Dominik Kerum kann sich noch gut erinnern. „Wenn man früher zum Hobbyabend ein paar Minuten zu spät kam, musste man erst mal warten, bis ein Feld frei wurde“, sagt der Sportwart des BSC Emmerich. Diese Zeiten gehören beim Badmintonverein der Vergangenheit an.

Vor rund zwei Jahren hat sich das Interesse an der Hobbyabteilung des Vereins schlagartig verringert. Der BSC-Vorstand hat sich in der Vergangenheit das Hirn zermartert, wieso die einst so stark frequentierte Gruppe mittlerweile vor sich hin siecht. Eine klare Antwort konnte nicht gefunden werden. Nachdem die Hansahalle im Herbst 2015 von Flüchtlingen belegt wurde, setzte bei den Mitgliedern der Hobbygruppe scheinbar eine starke Verunsicherung ein. Und das, obwohl sie gar nicht in der Hansahalle sondern in der Realschulturnhalle spielten. „Aus irgendwelchen Gründen ist damals die ganze Sache aus dem Rhythmus gekommen“ , berichtet Hobbywartin Melanie Helmes. „Es kamen zu der Zeit immer wieder Anrufe, ob den abends trainiert werden kann, weil befürchtet wurde, dass auch in der Realschulhalle Flüchtlinge unterkommen sollen.“

Ella Diehl trainiert den Nachwuchs

Bekanntermaßen geschah das nicht, aber die Hobbyspieler machen sich seit dieser Zeit rar. Das lässt sich auch in konkreten Zahlen belegen. „Wir haben seitdem rund 50 Mitglieder verloren“, erklärt Vorsitzende Andrea van Bebber. Aktuell sind noch 85 Mitglieder beim BSC Emmerich eingetragen.

Da die Hobbygruppe extrem unter Teilnehmermangel gelitten hat, wurde der Hobbyabend zusammen mit der Badminton-Abteilung von Eintracht Emmerich zusammengelegt. Das Problem: An diesem Abend hat die Eintracht eigentlich ihr Mannschaftstraining, was nicht wirklich optimal ist. „Wir stehen jetzt am Scheideweg“, schlägt auch BSC-Geschäftsführer Gregor Helmes Alarm. „Wir wollen eine Offensive in Richtung Hobby starten.“

Deswegen soll der Hobbyabend wieder an der ursprünglichen Stelle mittwochs in der Turnhalle der Realschule stattfinden. „Wir haben beim Stadtsportbund angefragt“, so Melanie Helmes, „und es wurde uns mitgeteilt, dass dieser Termin noch frei ist.“ Nach den Sommerferien sollen die Hobbyspieler den Federball dann wieder über das Netz schmettern.

Dass es mit der einfachen Belebung des Hobbyabends nicht getan ist, wissen auch die BSC-Vorstandsmitglieder. Deswegen soll auch außerhalb des Hallenparketts der Gemeinschaftssinn gefördert werden. Nach dem im vergangenen Jahr die früher beliebte Hobbyfete ausgefallen ist, soll sie in diesem September wieder steigen.

Spielgemeinschaft mit Kleve

Denn grundsätzlich müssen einfach mehr Mitglieder generiert werden. „Von der finanziellen Seite haben wir bisher immer alles hingekriegt...“, holt Gregor Helmes aus, der auch schon ein weiteres Szenario nachschiebt. „Doch irgendwann sind wir an dem Punkt angekommen, wo es nur noch eine Alternative gibt und das bedeutet, wir müssen die Mitgliedsbeiträge erhöhen.“

Denn im Juniorenbereich wurde beim BSC die ganze Sache professionalisiert. Die Olympiateilnehmerin Ella Diehl hat das Training für den Emmericher Nachwuchs übernommen. Es bleibt aktuell aber beim Training: Bis die Kinder und Jugendlichen am Spielbetrieb teilnehmen können, wird es noch dauern. Apropos Spielbetrieb. Das Seniorenteam ist unlängst in die Kreisliga aufgestiegen. Allerdings gab es auch in diesem Bereich wegen Verletzungen beziehungsweise Wegzug zum Studium akute personelle Probleme, so dass eine Spielgemeinschaft mit Kleve gebildet wurde. „Jetzt sind alle Spielberechtigungen nach Kleve gewechselt, so dass wir jetzt alle für Kleve spielen und offiziell keine Mannschaft mehr für den BSC Emmerich am Spielbetrieb teilnimmt“, erläutert Kerum.

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