Weil der Tabellendritte GSV Suderwick am Donnerstagabend im Nachholspiel gegen den SV Spellen nicht über ein 4:4-Unentschieden hinaus kam, steht jetzt fest, dass der VfB Rheingold Emmerich die Saison 2025/26 definitiv als Tabellenzweiter der Fußball-Kreisliga A Rees/Bocholt beenden wird. Doch die Aufstiegsfeier, nach der es lange Zeit aussah, fällt bekanntlich aus. Der Absturz von Fortuna Düsseldorf in die Dritte Liga und der damit verbundene Zwangsabstieg der U23 der Landeshauptstädter aus der Regionalliga verhindern den Durchmarsch der Emmericher.

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„Richtig verdaut haben wir das immer noch nicht. Die Enttäuschung und auch die Empörung sind riesengroß“, sagt VfB-Trainer Maik de Vries. „Man sollte sich bei den verantwortlichen Stellen dringend mal Gedanken machen, dass da andere Regelungen gefunden werden. Es kann einfach nicht sein, dass Mannschaften auf Kreisebene vom Profibereich abhängig sind.“ Die für die Rheingolder extrem bittere Thematik schaffte es während der Woche sogar bis ins Fernsehen. So wurde ein Beitrag über den VfB in Sat 1 NRW ausgestrahlt.

Neuer Anlauf in der nächsten Saison

Dass die Rheingolder den Aufstieg auch absolut verdient gehabt hätten, steht außer Frage. Wie der Meister DJK Rhede absolvieren die Emmericher eine herausragende Saison - mit bereits 83 Punkten auf dem Konto. „Auch wenn es sicherlich schwer wird, die Motivation aufrecht zu erhalten, wollen wir dennoch die letzten beiden Spiele gewinnen“, sagt Maik de Vries. „In der nächsten Saison werden wir dann einen neuen Anlauf nehmen, wobei ich davon ausgehe, dass die Konkurrenz deutlich stärker sein wird.“

Eintracht Emmerich - VfB Rheingold Emmerich II
Louis Pastor (l.) wird künftig das schwarz-weiße Trikot des VfB Rheingold tragen. © FUNKE Foto Services | Thorsten Lindekamp

Der Nicht-Aufstieg hat auch personelle Auswirkungen für den Verein. So werden nun zwei Akteure, die im Falle des Bezirksliga-Aufstiegs zum VfB wechseln wollten, sich anderweitig orientieren. „Natürlich werden wir dennoch versuchen, unseren Kader zu verbreitern“, sagt de Vries, der dann auch einen weiteren Zugang vermelden kann.

Louis Pastor kommt von Eintracht Emmerich

Vom Nachbarn Eintracht Emmerich wird sich Louis Pastor den Rheingoldern anschließen. Der 20-Jährige kann auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden. „Dass vielleicht einzig Positive am Verbleib in der Kreisliga A ist, dass für die jungen Spieler, die wir verstärkt einbauen wollen, der Sprung nicht so groß sein wird“, sagt der Coach.

Weiterhin ärgerlich für den VfB ist, dass durch die Geschehnisse am vergangenen Wochenende auch die Aufstiegschancen der Emmericher Zweitvertretung gesunken sind, die als Tabellenzweiter der Kreisliga C gerne noch über die Relegation in die Kreisliga B klettern möchte.