Nicht jede Jugendmannschaft für sich, sondern alle gemeinsam: Eintracht Emmerich hat seinen Jugendfußball neu aufgestellt. Gemeinsam mit den Profis von advance.football entwickelte der Verein ein durchgängiges Konzept für 20 Teams – von den Mini-Kickern bis zur A-Jugend. Mehr als 45 Trainerinnen und Trainer arbeiten künftig auf dieser gemeinsamen Grundlage.

Dieser Weg ist am unteren Niederrhein etwas Besonderes. Eintracht Emmerich hat bewusst nicht nur punktuell an Trainingsinhalten gearbeitet, sondern den gesamten Jugendbereich in den Blick genommen: Wie trainieren wir? Wie coachen wir? Welche Werte leben wir? Und wie schaffen wir für Kinder und Jugendliche eine erkennbare Heimat im Verein?

Jan Arens leitete den Prozess

Das Team Jugend mit André van Heukelom, Guido ter Haar, André Voller, Jan Arens und Paul Malik trieb das Projekt voran. Jan Arens leitete den Prozess federführend und stellte das neue Konzept jetzt bei einem Trainerdialog vor. Dort erhielten die Trainerteams ihre auf die jeweilige Altersklasse zugeschnittenen Mappen und arbeiteten direkt mit den neuen Inhalten. Mit der aktuellen D3 wurde das Trainingskonzept direkt auch praktisch durchgeführt in einer Mustereinheit auf dem Platz.

Dank an den Förderverein Club 101

Die Zusammenarbeit mit advance.football unterstreicht dabei den Anspruch des Projekts. Das Unternehmen arbeitet unter anderem für namhafte Vereine wie den SC Freiburg, den VfB Stuttgart, den VfL Wolfsburg und PSV Eindhoven. Dass Eintracht Emmerich diesen Weg gehen kann, ist auch dem Fußballvorstand und dem Förderverein Club101 zu verdanken. Das Team Jugend bedankt sich ausdrücklich dafür, dass der Vorstand das Projekt mitträgt und der Verein sowie der Club101 seine Finanzierung ermöglicht hat.

Neues Jugendkonzept bei Eintracht Emmerich
Bei der Emmericher Eintracht gibt es nun einen roten Faden für das Nachwuchstraining.© NRZ | Eintracht Emmerich

Die Mappen geben den Übungsleitern einen klaren roten Faden für Training und Spieltag. Sie bieten konkrete Übungen, Orientierung für das Coaching und gemeinsame Leitlinien für den Umgang miteinander. Von den jüngsten Jahrgängen bis zum Großfeld bauen die Inhalte aufeinander auf. Das entlastet die ehrenamtlich Engagierten und sorgt zugleich dafür, dass sich die Kinder über Jahre hinweg in einer vertrauten Struktur entwickeln können.

Gemeinsame Sprache ist wichtig

Besonders wichtig ist dabei eine gemeinsame Sprache. Einheitliche Codewörter wie „Wiese machen“ helfen den Kindern und Jugendlichen, Spielsituationen schnell zu erfassen und Inhalte altersübergreifend wiederzuerkennen. Entscheidend ist nicht das Wort selbst, sondern die Idee dahinter: Alle im Verein sprechen auf dem Platz dieselbe Sprache – und geben den Spielerinnen und Spielern damit Orientierung, Sicherheit und Raum für eigene Entscheidungen.

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Der Anspruch von Eintracht Emmerich geht dabei weit über Fußballtaktik hinaus. Die Mission lautet, Kindern und Jugendlichen einen Ort zu bieten, an dem sie Freude am Fußball haben, auf ihrem Niveau gefördert werden und Verantwortung übernehmen. Sie sollen sportlich und menschlich wachsen sowie Erlebnisse sammeln, die in Erinnerung bleiben. Respekt, Fairness, Lernbereitschaft und Zusammenhalt bilden dafür die Grundlage.

Im März geht‘s nach Spanien

„Fußballzukunft Eintracht“ ist deshalb nicht nur ein Slogan, sondern ein Anspruch, den der Verein leben will. Ein nächstes großes Erlebnis steht schon bevor: Im März 2027 fährt Eintracht Emmerich mit knapp 120 angemeldeten Personen zu einem internationalen Turnier an die Costa Brava in Spanien. Auch diese Reise soll zeigen, was Jugendfußball bei der Eintracht ausmacht: Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und Erinnerungen schaffen – weit über den Fußballplatz hinaus.