Gut eine Woche ist es noch bis zum Saisonstart in der Zweiten Basketball-Bundesliga (Pro B) – die ETB Miners starten am 27. September mit einem Heimspiel gegen die Sixers aus Sandersdorf (19.30 Uhr). Es ist die Phase, in der sich Eindrücke der Vorbereitung immer mehr verfestigen, zu wesentlichen Voraussetzungen werden für die kommenden Wochen und Monate. „Tolle Arbeitsmoral“, ein „tief besetzter Kader“, der auch eine „hohe Intensität im Training“ ermöglicht – all das, was Headcoach Lars Wendt vor einiger Zeit zwischenbilanziert hatte, hat nichts an Gültigkeit eingebüßt. Und doch gibt es ein Fragezeichen – ein entscheidendes: Quashawn Lane.

Basketball in Essen
Sieht stark schwankende Leistungen von seinem Neuzugang aus den USA: Trainer Lars Wendt von den ETB Miners.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Noch scheint nicht klar, ob der US-Amerikaner wirklich ins Team passt, den Erwartungen gerecht werden kann. Das klingt klar durch, wenn Wendt – auf die Entwicklung des 25-Jährigen angesprochen, der die erste Zeit der Vorbereitung wegen einer Verletzung verpasst hatte – überraschend offen antwortet. Von „schwankenden Leistungen in den Testspielen“, spricht der ehemalige Bundesliga-Spieler. Von denen es in den vergangenen Tagen drei an der Zahl gab – zwei Siege gab es gegen Herten, dazwischen eine knappe Niederlage gegen Pro A-Ligist Münster. „Gegen UBC war er wirklich stark, im zweiten Spiel gegen Herten war seine Leitung inakzeptabel.“ Ruuuums!

Der letzte Test gegen Leverkusen an diesem Samstag am Hallo (18 Uhr), gleichzeitig Saisoneröffnung der Miners (ab 17 Uhr), und der Saisonauftakt gegen die Sixers werde zeigen, „wie gut er wirklich ist, was er uns geben kann“, so Wendt. Und weiter: „Wir werden das genau beobachten.“

Die Miners müssen für den Moment hoffen, dass Lane die Kurve bekommt, hohes Niveau konstant abrufen kann. Denn die Ziele sind ambitioniert, auch hier äußert sich Wendt angriffslustig und mit einem zumindest schon mal in der Tiefe wohl besser besetzten Kader im Rücken – im Vergleich zum Team aus der vergangenen Saison, in der man sich dennoch fast die sportliche Qualifikation für die Pro A gesichert hatte. „Ich glaube, wir stapeln tief, wenn wir nur vom Klassenerhalt sprechen.“ Nochmal: Ruuuums!

Sixers Sassendorf, Vechta II und Schwelm sind lösbare Aufgaben

Aber Lars Wendt räumt natürlich ein, dass sich sein neu formiertes Team finden, eine Dynamik entwickeln müsse. Wesentliche Bedeutung kommt da den drei ersten Spielen zu: Die Sixers sowie Vechta II (auswärts am 3.10.) und Schwelm (16 Uhr, Hallo) scheinen keine leichten, aber doch lösbare Aufgaben. Spiele, die die Chance bieten, Fahrt aufzunehmen in einer Nordstaffel, in der der ETB-Headcoach Itzehoe, Bernau und Rhöndorf vorne erwartet. „Dahinter dürften sich ganz viele Teams tummeln.“ Darunter eben die Miners. Doch am Ende wird darüber auch ein starker Amerikaner entscheiden.