Das war richtig bitter: Lange sah es nach einem Unentschieden im Keller-Krimi der Frauen-Bundesliga aus, doch in der Nachspielzeit kassierten die Fußballerinnen der SGS Essen beim Hamburger SV per Elfmeter den Treffer zum 1:2. Das erste Pflichtspiel unter der neuen Trainerin Heleen Jaques ging somit verloren, der HSV tauschte mit der SGS den Tabellenrang. Essen steht wieder auf einem Abstiegsplatz.
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Mit enttäuschten Gesichtern schlichen die Essenerinnen nach dem Ende der Nachspielzeit über den Rasen des Volksparkstadions, noch immer geschockt von den jüngsten Minuten in der Hansestadt. Nach einem (tatsächlich grenzwertigen) Zweikampf von Vanessa Fürst mit Hamburgs Neuverpflichtung Camilla Linberg zeigte Schiedsrichterin Annika Kost zu Beginn der Nachspielzeit auf den Punkt. Sophie Hillebrand verlud dann Essens Torfrau Kim Sindermann und jubelte mit ihrem Team wenige Minuten später über den 2:1-Erfolg.
SGS Essen beim Hamburger SV: offensiv enttäuschend
Hillebrand hatte ihr Team in der 50. Minute bereits einmal in Führung gebracht. Die SGS hatte bis dahin ein solides Auswärtsspiel gemacht, allerdings gab es auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen. Die Essenerinnen kamen wie aus dem Nichts durch Paulina Platner zum 1:1-Ausgleich (67.) nach einer Ecke. Doch gerade im Schlussabschnitt schwamm die SGS gewaltig, die HSV-Frauen waren die gefährlichere Mannschaft. Insgesamt wollten die Gastgeberinnen die drei Punkte mehr als die Essenerinnen - zudem enttäuschte die SGS einmal mehr offensiv. Selbst gegen die schwächste Abwehr der Liga erspielen sich die Gäste zu wenige Chancen...
SGS Essen beim Hamburger SV: der Live-Ticker zum Nachlesen
SGS Essen beim Hamburger SV: Die Ausgangslage vor dem Spiel
Die Winterpause ist vorbei, die Rückrunde in der Frauen-Bundesliga beginnt. An diesem Sonntag spielen die Fußballerinnen der SGS Essen beim Hamburger SV (16 Uhr). Ein Spiel von besonderer Bedeutung für den Klassenerhalt. Das erste Pflichtspiel unter der neuen Trainerin Heleen Jaques. Keine Frage: Der Re-Start ist ein spannender.

Der HSV steht hinter der SGS auf dem ersten Abstiegsrang in der Bundesliga und hat seit dem vierten Spieltag keine Partie mehr gewonnen. Das 1:0 in Leipzig war das bislang einzige Erfolgserlebnis für die Hanseatinnen in der laufenden Saison. Das Hinspiel an der Hafenstraße am zweiten Spieltag endete torlos 0:0. „Ich freue mich unglaublich auf mein erstes Pflichtspiel für die SGS. Genau für diesen Moment macht man die ganze Vorbereitung: für Spiele, die man gewinnen will, und in denen man zeigen kann, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt“, sagt Jaques. „Wir sind bereit, um den nächsten Schritt zu machen!“

SGS Essen: „Sie sind unberechenbar“
Etwas mehr als drei Wochen hatte die Belgierin nun Zeit, sich ein Bild von der Mannschaft zu machen und sie auf den Pflichtspielauftakt vorzubereiten. Auf ihre ersten Wochen in Schönebeck blickt Jaques sehr positiv. „Ich bin besonders zufrieden mit der Einstellung, der Proaktivität und dem täglichen Engagement der Spielerinnen.“
„Hamburg schätze ich als einen Gegner ein, der vor allem über schnelle Umschaltmomente und starke Zweikampfführung kommt“, meint Jaques über den anstehenden Gegner. „Dazu kommt, dass wir abwarten müssen, wie sie sich mit den neuen Transfers präsentieren. Sie sind unberechenbar und werden hochintensiv spielen – darauf müssen wir vorbereitet sein.“
SGS Essen: Energie und Bereitschaft
Mit einem Sieg im Volksparkstadion könnten sich die Essenerinnen bis auf fünf Punkte vom HSV absetzen. Die Marschroute dafür ist klar. „Wir müssen in jeder Sekunde absoluten Siegeswillen zeigen“, betont die SGS-Trainerin. „Wir brauchen Disziplin im Defensivverhalten und gleichzeitig Glauben an unsere offensive Qualität, denn wir haben genug Fähigkeiten, um Druck zu machen und Chancen zu kreieren. Wenn wir unsere Stärken mutig ausspielen, sind wir schwer zu schlagen. Wir haben die Energie, die Bereitschaft und den Zusammenhalt, um in Hamburg ein starkes Zeichen zu setzen.“


