Jugendfußball

Nur ein kreativer Trainer hat auch kreative Spieler

Foto: NRZ

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Ex-Schalke-Profi Ulrich Schröder nahm die Nachwuchstrainer und -betreuer des 1. FC Kleve unter seine Fittiche. Kurzlehrgang kam bei den Rot-Blauen super an.

Es ist gerade mal neun Uhr. So früh ist auf dem Gelände des 1. FC am Klever Bresserberg normalerweise noch nicht viel los. Das war am Samstag ganz anders. Knapp anderthalb Dutzend Trainer und Betreuer der Nachwuchsabteilungen der Rot-Blauen gehen selbst noch einmal in die „Fußball-Schule”. Die Verantwortlichen hatten sich schon einige mehr erhofft. Da die C-Jugend in Duisburg 08 um Punkte spielen muss und die E-Jugend an einem Turnier teilnimmt, fallen fast zehn Personen, die ihre Teilnahme bereits zugesagt hatten, weg. Gast bei den Rot-Blauen war Ulrich Schröder, der beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen in die Trainer-Ausbildung der C- und B-Lizenz und beim DFB in die zur A-Lizenz eingebunden ist. Der Kontakt mit Kleve war durch Detlev Remmers zustande gekommen. Der Coach der B-Jugend der Rot-Blauen hatte vor einigen Jahren in der Sportschule des Westfälischen Verbandes in Kaiserau seine Lizenz erworben. „Uns war wichtig, dass unsere Trainer und Betreuer, die mit unseren Junioren-Mannschaften arbeiten, neue Anregungen bekommen”, begründeten die für die Jugend- und Schülerabteilung Verantwortlichen des 1. FC Kleve diesen klubinternen Fortbildungstag. Der Morgen begann mit einer gut einstündigen Einführung in den Themenkomplex „Training mit Junioren”. Inhalte und Methoden müssen auf das jeweilige Alter der jungen Fußballer zugeschnitten sein. „Mit einer A-Jugend trainiert man nun mal ganz anders als mit F-Jugendlichen”, machte Ulrich Schröder den Teilnehmern klar. „Bei den ganz jungen Fußballern steht die Ausbildung der Technik im Vordergrund. Das Ergebnis eines Spiels wird erst ab der C-Jugend wichtiger. Da gewinnt somit das taktische Verhalten der Spieler mehr und mehr an Bedeutung.Keiner kamaus der Puste Da Fußballer nun mal am liebsten mit dem Ball umgehen - auch Trainer - fand dieser Ein-Tages-Lehrgang seine Fortsetzung auf dem Platz. Übungen aus dem Grundlagentraining, das Erlernen der Balltechnik in Verbindung mit vielen kleinen Spielen und einfache Übungsformen zum Erlernen der Lauf-, Sprung- und Drehtechniken ohne Ball mittels einfacher Übungsformen im allgemeinen Koordinationstraining standen im Vordergrund. Aus der Puste geraten ist keiner dabei, denn immer wieder unterbrach Ulrich Schröder, um auf Fehler hinzuweisen, zeigte auf, wie man es besser macht. „Die besten Trainer müssen in der Nachwuchsarbeit der Vereine eingesetzt werden”, meinte der Gelsenkirchener in einem Gespräch mit der NRZ. „Trainer müssen sich in der Gestaltung ihrer Übungseinheiten etwas einfallen lassen, denn nur kreative Trainer bilden kreative Spieler aus”. Nach einem Mittagessen stand zunächst eine weitere Stunde Theorie auf dem Plan, bevor es dann noch einmal auf den Platz ging. „Schönen Dank, das war sehr informativ”, verabschiedete sich am Ende einer der Teilnehmer bei Schröder, der natürlich hofft, dass sich einige seiner Anregungen im Übungsprogramm der Nachwuchstrainer des FC wiederfinden.

Schröder kommt auf Anfrage gerne in die Vereine oder auch Kreise.

Zur Person: Ulrich Schröder (47) war mit dem FC Schalke 04 Deutscher Meister der B-Jugend und Vizemeister der A-Jugend. In diesen Altersklassen war er deutscher Nationalspieler. Von 1979 bis 1981 hatte er bei den „Königsblauen” einen Profivertrag. Er kam aber nur zweimal zum Einsatz. Aufgrund einer Verletzung musste er seine Profilaufbahn beenden, ehe sie eigentlich richtig begonnen hatte. Heute ist der in der C- und B-Lizenz-Ausbildung beim Fußballverband Westfalen eingebunden und beim DFB in der Aus- und Fortbildung für A-Lizenz-Inhaber. Schröder ist nicht nur Fußball-Lehrer, sondern auch Diplomsportlehrer, Sporttherapeut und Mentaltrainer.

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