Fußball

US-Sportausstatter unterstützt die Klever Kreisliga A

Sonntagsalltag in der Kreisliga A – hier auf der Asche beim SV Donsbrüggen.

Sonntagsalltag in der Kreisliga A – hier auf der Asche beim SV Donsbrüggen.

Foto: Markus van Offern

Kreis Kleve.   Für Klubs der Klever Kreisliga A ist es schwer, neue Geldgeber zu gewinnen. Jetzt unterstützt ein US-Sportausstatter die kleinen Fußballvereine.

Edgar Borgmann und Holger Tripp haben Sorgen ob des Stellenwerts der Kreisliga A im Fußball. „Es wird für die Vereine immer schwieriger, Sponsorengelder zu holen. Auch die Zuschüsse der Kommunen werden geringer“, sagt Tripp, Fußballausschuss-Vorsitzender. „Früher war die Kreisliga A die Bundesliga des kleinen Mannes. Das ist in Teilen vorbei. Auch, weil die Vereinstreue geringer geworden ist“, betont Borgmann, Vorsitzender des Verbandes.

Trikots beim MSV und KFC

Dabei sei er sich sicher, dass die Identifikation und das Interesse für den A-Liga-Kick wieder geweckt werden könnten. Tatenlos zusehen wollen sie nicht, wie die Spielklasse sportlich und emotional absteigt. Dafür hat der Fußballkreis Kleve-Geldern nun ein Maßnahmenpaket verabschiedet und einen Sponsor gewonnen: Capelli Sport.

Der Sportausstatter kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten, ist mittlerweile aber auch bei hiesigen Vereinen präsent. So läuft bereits der MSV Duisburg, der KFC Uerdingen sowie der SV Straelen in Capelli-Trikots auf, auch der Uedemer SV hat sich unlängst für diese entschieden. „Wir haben ein fünfjähriges Gesamtpaket geschnürt, das den kleineren Vereinen im Kreisgebiet und der Liga im Allgemeinen zu Gute kommen wird“, kündigt Ralf Fischer, Repräsentant der Sport-Firma in der Region, an. „Das ist im Amateurbereich ein einmaliges Projekt“, bekräftigt Borgmann.

So wird bereits in dieser Saison der Meister der Kreisliga A mit einer Schale ausgezeichnet. „Der Kreismeister hat es verdient, besonders geehrt zu werden“, sagt Borgmann. Im Jugendfußball sei dies längst etabliert. In den Wanderpokal dürfen die Mannschaften ihren Vereinsnamen sowie das Jahr ihres Triumphes eingravieren.

„Es dürfte die Spieler besonders stolz machen, wenn sie viele Jahre nach ihrer Meisterschaft auf die Schale schauen und ihre Gravur lesen“, sagt Tripp. Der beste Torschütze erhält darüber hinaus eine kleine Fußballschuh-Trophäe.

Weitreichende Folgen aber hat die Zusammenarbeit erst in der kommenden Saison 2019/20. Dann wird die „Kreisliga A“ in die „Capelli-Sport-Kreisliga-A“ umgetauft. Zudem wird das neu entworfene Logo der Liga auf den Ärmeln aller Vereins-Trikots zu finden sein.

Auch der Kreispokal wird reformiert. Bisher erstreckte sich dieser über vier Spieltage, aus denen im Viertelfinale vier Vereine als Sieger hervorgingen. All diese Teams wurden vom Kreisverband automatisch zum Verbandspokal nach Duisburg eingeladen.

Ab der nächsten Saison aber wird die Finalrunde mit den Halbfinalpartien sowie dem Finale tatsächlich ausgespielt. Der Sieger des Endspieltages wird einen 90 Zentimeter großen Pokal erhalten, dazu werden unter den besten drei Teams Sachpreise im vierstelligen Bereich vergeben.

Großer Anreiz für Kreispokal

„Das ist ein toller Anreiz, auch im Kreispokal alles zu geben“, sagt Fischer. Da der Wettbewerb in diesem Jahr bereits begonnen habe, könne die Modus-Änderung erst 2020 gelten. Auch dann wird sich der Verband bemühen, die Pokalpartien nicht im Winter stattfinden zu lassen. Stattdessen sei es denkbar, jeweils drei Spiele im Spätsommer sowie im Frühling zu bestreiten. Der Endspieltag soll dann auf der Platzanlage einer der vier Qualifizierten stattfinden.

Ohnehin stehen dem Kreisfußball erhebliche Reformen bevor: Im kommenden Jahr wird die Kreisliga-B aus zwei Gruppen á 18 Teams bestehen. Doch auch das ist nur ein Zwischenschritt: In der Spielzeit 2020/2021 plant der Sportverband dann mit zwei Gruppen bestehend aus jeweils 16 Teams. Bisher gab es drei Gruppen á 14 Mannschaften.

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